Intensive Proben, schweißtreibende Aufnahmen und Produktion – jetzt ist es geschafft: Der Gospelchor Chocolate aus Schorndorf hat seine eigene CD mit Weihnachtsliedern produziert und ein Making-Of-Video gedreht.

Schorndorf - Ob er überhaupt noch Weihnachtslieder hören kann? Bei dieser Frage muss Klaus Ackermann lachen, berechtigt ist sie aber doch: Denn seit gut anderthalb Jahren arbeitet der Schorndorfer Gospelchor Chocolate an einer Weihnachts-CD, die von 9. November an erhältlich ist. „Aber die Lieder jetzt wieder in der Vorbereitung auf die Weihnachtskonzerte zu singen und zu üben, macht trotzdem Spaß“, betont der 27-jährige Chorleiter.

Chocolate hat sich in Schorndorf und Umgebung nicht nur bei Gospelfreunden einen Namen gemacht – bei der Schowo bringen die rund 40 Mitglieder regelmäßig die ganze Stadtkirche zum Beben. Wer den Chor im heimischen Wohnzimmer hören wollte, konnte bisher nur auf zwei nachbearbeitete Mitschnitte von Konzerten zurückgreifen. „Bei Weihnachtskonzerten sind wir regelmäßig vom Publikum angesprochen worden, warum es die Lieder nicht auch auf CD gibt“, erzählt Klaus Ackermann.

Diese Lieder sind auf der Weihnachts-CD aus Schorndorf zu hören:

Das war Ansporn genug, das finanziell und zeitmäßig aufwendige Projekt anzugehen. Bereits im Januar 2017 hat Klaus Ackermann begonnen, die ersten Stücke für den Chor zu notieren, im März haben Schlagzeuger, Bassist und Pianist die ausgewählten Lieder eingespielt. „Damit hatten wir die Grundlage, mit der der Chor üben konnte“, erzählt Ackermann. Für die Sänger begannen die ersten Proben für die CD ebenfalls im vergangenen Frühjahr. „Wir haben die Lieder für unsere Weihnachtskonzerte einstudiert, um sie dann für die CD-Produktion richtig gut zu können“, erzählt Ackermann. Dazu gehören „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Happy X-Mas“ von John Lennon oder „Oh, come all ye faithful“, insgesamt wurden zehn Lieder aufgenommen.

Das intensive Proben hat den ambitionierten Chor – der zu 99 Prozent aus Laien besteht – noch einmal vorangebracht. „Der Chor hat an Gemeinschaft gewonnen, denn die Zeit hat nicht nur Freude mit sich gebracht, sondern auch viel Schweiß“, sagt Andrea Had, die fast seit der Gründung von Chocolate vor 16 Jahren dabei ist und zum CD-Team gehört. Auch qualitativ habe sich be den Musikern einiges getan: „Gesanglich hat sich der Chor enorm weiterentwickelt. Er bekommt einen Klang hin, den er noch vor einem Jahr nicht hätte umsetzen können“, sagt Klaus Ackermann. Eine große Motivation sei es schließlich gewesen, im Studio alles geben zu können.

Diese Auftritte des Gospelchors Schorndorf stehen bald bevor:

In dem Schwäbisch Gmünder Jam’in-Studio war der Chor im Januar. Nach einem Soundcheck habe das Einspielen der Lieder nur anderthalb Tage gedauert. „Man hat gemerkt, dass der Aufnahmeleiter die Chorarbeit kennt“, erzählt Klaus Ackermann, für den die Arbeit nach den Tagen im Studio noch lange nicht zu Ende war. Für die Solisten und beispielsweise den Gitarristen gab es noch einmal weitere Aufnahmetermine. „Zudem ist die CD-Produktion mit einem Chor sehr komplex, weil es nicht nur die Band und eine Stimme gibt, sondern 40 Stimmen“, erzählt Klaus Ackermann, der sich viele Male mit dem CD-Team und dem Studioleiter zusammengesetzt hat, bis die Lieder so abgemischt waren, dass alle zufrieden sein konnten. „Das ist ein tolles Gefühl, wenn man die CD in der Hand hält“, sagt Andrea Had. Insgesamt 1500 Stück wurden hergestellt – die Kosten: knapp 10 000 Euro. „Obwohl uns die Musiker sehr gute Freundschaftspreis gemacht haben und uns auch das Studio sehr entgegen gekommen ist“, sagt Andrea Had. „Es ist fast unwirklich, dass die CD nach all der Arbeit tatsächlich fertig ist.“

Konzerte:

Chocolate ist mit den Weihnachtsliedern am 25. November in der evangelischen Kirche Grunbach (20 Uhr), am 8. Dezember in der Stadtkirche Schorndorf (19 Uhr) und am 9. Dezember in der evangelischen Kirche Steinenberg (20 Uhr) zu hören. Die CDs werden bei den Konzerten, im Onlineshop, bei MK Ticket, bei Berghold Uhren und Schmuck sowie im Osiander Schorndorf verkauft.

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