Gold und Platin liegt im Trend Deutsche geben fünf Milliarden Euro für Schmuck und Uhren aus

Von Inge Nowak 

Auf dem Gabentisch soll es glitzern und funkeln, hoffen die Juweliere. Foto: dpa
Auf dem Gabentisch soll es glitzern und funkeln, hoffen die Juweliere. Foto: dpa

Süßer die Kassen nie klingeln – das Weihnachtsgeschäft ist für Schmuck- und Uhrengeschäfte besonders wichtig. Knapp ein Viertel des Umsatzes erzielt die Branche in den beiden letzten Monaten des Jahres.

Stuttgart - Wenn es nach den Juwelieren geht, wird es in diesem Jahr unter den Weihnachtsbäumen funkeln und glitzern. Brillantschmuck und Smartwatches sind beliebte Geschenke zum diesjährigen Fest, schreibt der Handelsverband Juweliere (BVJ). Die Branche rechne mit einem lebhaften Saisongeschäft. „Nach dem frequenzschwachen heißen Sommer haben wir bei den Juwelieren, Schmuck- und Uhrenfachgeschäften noch aufzuholen, sind aber optimistisch für was Weihnachtsgeschäft“, sagt BVJ-Präsident Stephan Lindner. Er sieht seine Zuversicht durch die Ergebnisse einer Verbraucherumfrage bestätigt. Demnach verschenken 40 Prozent der Deutschen gerne Uhren und Schmuck. Knapp ein Viertel ihres Jahresumsatzes erwirtschaftet die Branche in den beiden Monaten November und Dezember.

Gerade im höherwertigen Schmucksegment und bei smarten Uhren erwartet der Verband eine steigende Nachfrage. Besonders häufig finde man Diamantschmuck auf dem Gabentisch, schreibt der Handelsverband Juweliere, der die Interessen von mehr als 9000 Einzelhandelsgeschäften vertritt. Im höherwertigen Segment seien auch Farbedelstein- und Perlschmuck gefragt. Und der Umsatz mit Smartwatches und Wearables verzeichnen im gesamten Jahresverlauf deutliche Zuwächse, hat der Verband beobachtet. Ob sich die hohen Erwartungen der Branche an das Weihnachtsgeschäft erfüllen, wird erst Anfang 2019 feststehen. Im vergangenen Jahr haben sich die ebenfalls hohen Erwartungen der Branche auf jeden Fall nicht erfüllt.

Weniger Kunden, mehr Umsatz

Rund 4,76 Milliarden Euro (zu Endverbraucherpreisen einschließlich Mehrwertsteuer) haben Verbraucher in Deutschland 2017 für Uhren und Schmuck ausgegeben, was einem leichten Zuwachs entspricht. Der Trend geht dabei – früheren Angaben zufolge – zu höherwertigem Schmuck aus Gold und Platin; was auch unter Rentabilitätsgesichtspunkten erfreulich für die Branche sei, so der Verband. Zudem konnte die Branche mit weniger Kunden mehr Umsatz erzielen. Übrigens: Der Onlinehandel spielt bei Schmuck und Uhren eine eher untergeordnete Rolle. 50 Prozent des Umsatzes werden im Schmuck- und Uhren-Fachhandel erzielt. Internethändler konnten im vergangenen Jahr aber an Bedeutung gewinnen – ihr Marktanteil erhöhte sich innerhalb eines Jahres von zwei auf nun zehn Prozent. Fünf Prozent Marktanteil haben zudem die TV-Shopping-Sender.

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