Die beiden Männer attackierten am Bahnhof Göppingen und Plochingen mehrere Reisende. (Symbolfoto) Foto: dpa

Zwei Unbekannte greifen am Bahnhof Göppingen und Plochingen mehrere Reisende an, sprühen mit Pfefferspray um sich und hetzen einen Hund auf mehrere Passanten.

Göppingen/Plochingen - Zwei Unbekannte haben am Montagmittag gegen 13.15 Uhr mehrere Reisende an den Bahnhöfen in Göppingen und in Plochingen (Kreis Esslingen) belästigt und mit Pfefferspray attackiert. Mindestens neun Personen wurden dadurch verletzt. Laut ersten Erkenntnissen der Bundespolizei gerieten die Männer zunächst am Bahnhof Göppingen mit einem Reisenden in Streit. Schließlich zückten sie einen Pfefferspray und sprühten den Mann an. Anschließend flüchteten die Unbekannten in einen Zug in Richtung Plochingen. Dort attackierten sie laut der Polizei erneut einen Fahrgast mit dem Reizgas. Vier weitere Fahrgäste wurden bei dem Übergriff leicht verletzt.

Nachdem die beiden Täter in Plochingen aus dem Zug stiegen, sollen sie am Bahnsteig 10 mit zwei 19 und 29 Jahre alten Passanten in Streit geraten sein. Im weiteren Verlauf soll einer der mutmaßlichen Täter offenbar ein Messer gezogen haben, während sein Komplize einen Hund, welchen er mit sich führte, auf den 19-Jährigen hetzte. Daraufhin stürzte der 19-Jährige ins Gleisbett und riss noch ein zehnjähriges Mädchen mit, das am Bahnsteig wartete. Die beiden Opfer konnten sich zwar aus dem Gleisbett retten, da zu diesem Zeitpunkt kein Zug einfuhr, wie die Polizei berichtet. Doch erlitten sie mehrere Schürfungen. Ein Elfjähriger stürzte ebenfalls zu Boden und prellte sich dabei die Hand.

Der 29-jährige Begleiter des 19-Jährigen verständigte schließlich die Polizei und versuchte, die Täter zu fotografieren. Daraufhin attackierten ihn die Männer und hetzten ebenfalls den Hund auf ihn. Anschließend flüchteten die Unbekannten.

Die Polizei sucht weitere Zeugen

Eine Fahndung nach den Tätern verlief ohne Ergebnisse. Beide Männer werden als 1,75 Meter bis 1,80 Meter groß und mit osteuropäischem Aussehen beschrieben. Der Täter mit dem Hund soll eine dunkelblaue Jacke mit Fellkragen, eine dunkle Jeans sowie schwarze Sneaker getragen haben. Er hat braunes kurzes Haar und einen braunen Oberlippen- und Kinnbart.

Sein Komplize war zur Tatzeit mit einem grau-weißen Kapuzenstrickpullover, einem schwarzen Schal, schwarz-weißen Sneakern und einer schwarzen Hose bekleidet. Auch er hat einen Oberlippenbart, trug eine Brille und seitlich kurz geschorenes blondes Haar. Der Hund hat ein hellbraunes Fell und wird als etwa kniehoch beschrieben. Es gebe zum jetzigen Stand der Ermittlungen keine Erkenntnisse, ob die beiden 30 bis 35 Jahre alten Täter alkoholisiert waren oder unter Drogeneinfluss standen, erklärte eine Polizeisprecherin. Die Bundespolizei, Telefonnummer 07 11/87 03 50, hofft auf weitere Zeugen.

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