Schlaganfallpatienten müssen möglichst schnell ins Krankenhaus. Foto: Steinert/Archiv

Solange das Land die Studie des Schlaganfall-Experten nicht freigibt, werden weiter allerlei Interpretationen die Debatte vernebeln, resümiert unsere Autorin Karen Schnebeck.

Transparenz - Egal, welche Entscheidung in den vergangenen Jahren im Kreis Göppingen über die Zukunft der Krankenhäuser gefällt wurde, immer war sie angeblich gut begründet – vor allem aus medizinischer Sicht. Aber war das wirklich so?

War die Entscheidung, weiterhin zwei Kliniken im Kreis zu betreiben, eine medizinische oder eine politische? Und die Standortentscheidung für die neue Klinik am Eichert, medizinisch oder politisch? Von außen lässt sich das kaum noch beantworten, dafür sind die Themen zu komplex und die Argumente zu vielfältig.

Jetzt hat das Land also die künftige Schlaganfallversorgung im Kreis geregelt, wohlgemerkt das Land, weil sich Alb-Fils-Kliniken und Kreisverwaltung auf der einen Seite und Christophsbad auf der anderen Seite nicht einigen konnten. Jede der beiden Seiten betont ihre Gesprächsbereitschaft und kritisiert, dass der jeweils andere bis heute das Gespräch verweigere. Vieles spricht dafür, dass das Christophsbad die besseren Argumente hat. Doch ob das wirklich so ist, ließe sich nur mit dem Gutachten auf dem Tisch entscheiden, dass die Situation genau unter die Lupe nimmt.

Um die wiederkehrenden Debatten zu beenden, wäre es deshalb für alle das Beste, das Land würde die Studie öffentlich machen. Das würde möglicherweise auch dabei helfen, andere Klinikfragen in der Rückschau noch einmal zu bewerten.

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