Die Göppinger scheinen von dem ungewohnten Haustier entzückt zu sein. Foto: Hannes Opel

Sie sind ziemlich beste Freunde: Jeden Tag sind ein Mann und ein Küken gemeinsam in der Fußgängerzone unterwegs. Das ist die flauschige Geschichte hinter der kleinen Ente „Schätzle“.

Stuttgart - Tierisch geht es in der Göppinger Fußgängerzone am Marktplatz seit jeher zu: Spaziergänger mit großen und kleinen Hunden sind dort unterwegs, ab und zu streunt eine Katze vorbei und in der Adventszeit begeistert die lebende Krippe mit Eseln und Schafen vor allem die kleinen Göppinger.

Doch jetzt hat die Fußgängerzone einen neuen tierischen Star, der jedem noch so niedlichen Hundewelpen locker den Rang abwatschelt. „Schätzle“ ruft der Mann, der seinen Namen lieber nicht nennt, das Entenküken, das er vor einigen Tagen auf einem Geflügelmarkt bei Ulm gekauft hat.

Die Göppinger sind entzückt

Jeden Tag sind der Mann und das Küken seither zusammen in der Fußgängerzone unterwegs. Mal sitzt er auf einer Bank während der gelbe Flaumball leise quakend an den Grashalmen herumpickt, die zwischen den Ritzen im Asphalt hervorwuchern. Mal trinkt er einen Kaffee auf der Terrasse des Café Sichtbar während „Schätzle“ zwischen den Stühlen auf Abenteuertour geht oder bei den nahen Wasserspielen in der Fußgängerzone eine Runde Baden geht.

Die Göppinger scheinen von dem ungewohnten Haustier entzückt zu sein. Ständig bleiben Passanten stehen, zücken für Schnappschüsse oder Videos ihre Handys und unterhalten sich mit Schätzles Herrchen über die kleine Ente. Einige ältere Damen, die besorgt den Tierschutz verständigen wollten, kann man zumindest in einer Hinsicht beruhigen.

„Nein, die kommt ganz sicher nicht in den Kochtopf“, versichert der Herr der Ente auf Nachfrage. Wie er ausgerechnet auf eine Ente als Haustier kommt? „Ich weiß auch nicht. Ich wollte halt eine“, sagt er und nippt weiter an seinem Kaffee.

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