Die Polizei hat am Sonntagabend zum Göppinger Kriegerdenkmal ausrücken müssen. Foto: dpa

Ein Mann ist am Sonntagabend bei einem Streit am Göppinger Kriegerdenkmal schwer verletzt worden. Waren es Rechte und Linke? – Die Polizei schließt ein politisches Motiv zumindest nicht aus.

Göppingen - Die Polizei hält sich zu den Ereignissen zwar noch etwas bedeckt. Allerdings sieht alles danach aus, als ob sich am Volkstrauertag in Göppingen wieder Anhänger der rechten und linken Szene eine gewaltsame Auseinandersetzung geliefert haben. Dabei wurde, wie die Polizei bestätigt, eine Person schwer verletzt.

Kurz vor 18 Uhr hatte laut der Polizei am vergangenen Sonntag eine fünfköpfige, mit Fackeln bewehrte Gruppe am Kriegerdenkmal im Mörikepark – spontan, unangemeldet und „zum Heldengedenken“ – Blumen niedergelegt, als plötzlich etwa 15 Vermummte mit Baseballschlägern, Flaschen und Pfefferspray auftauchten. Das Quintett ergriff die Flucht, wurde aber in der Östlichen Ringstraße von den Vermummten eingeholt und erneut angegriffen. Anwohner, die auf das Handgemenge aufmerksam geworden waren, verständigten die Polizei. Die 15 Angreifer flüchteten zu Fuß zur Stadthalle und fuhren dann von dort mit mehreren Autos in Richtung Hohenstaufenstraße davon. Ein Mann aus dem Quintett erlitt bei dem Angriff schwere Verletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Dass der Überfall ein politisches Motiv hatte, will die Polizei zwar noch nicht definitiv bestätigen, aber ebenso wenig ausschließen. Die Ermittlungen und Zeugenbefragungen stünden erst am Anfang, erklärte ein Sprecher am Montag. Weitere Hinweise werden unter der Telefonnummer 07 31/18 80 entgegengenommen.

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