Die Polizei hat im Rems-Murr-Kreis einen mutmaßlichen Drogendealer überführt (Symbolbild). Foto: Weingand (STZN)

Auf einem Polizeiposten im Ostalbkreis wird ein fehlgeleitetes Päckchen abgegeben. Der Inhalt entpuppt sich als Drogen. Die Ermittler schauen beim Adressaten des Päckchens im Rems-Murr-Kreis vorbei – und landen einen Treffer.

Plüderhausen - Nein, so haben sich Absender und Empfänger die Sache ganz sicher nicht vorgestellt. Irgendwie ist ihr Päckchen postalisch fehl gegangen und am Ende ausgerechnet beim Polizeiposten Neresheim im Ostalbkreis gelandet. Nicht irgendein Päckchen, sondern eines mit ganz spezieller Fracht.

Denn die Beamten staunten nicht schlecht, als sie im Päckle ein sorgfältig in Alufolie eingeschweißtes weiteres Päckchen fanden – offenbar gefüllt mit Betäubungsmitteln. Also hat die Rauschgiftermittlungsgruppe Schwäbisch Gmünd die Sache mit jenen 245 Gramm Amphetamin übernommen, die laut Päcklesadressierung eigentlich an einen Herrn in Plüderhausen hatten gehen sollen. Jetzt im Mai hat die Polizei die Wohnung des 42-jährigen Paket-Adressaten durchsucht.

Drogen über das Darknet gekauft

Und siehe da: es fanden sich ein weiteres Pfund Amphetamine, zehn Gramm Kokain, etwas Marihuana und Haschisch sowie 7000 Euro in bar, die samt Laptop und Smartphone des mutmaßlichen Drogenhändlers auch gleich beschlagnahmt wurden. Er habe sämtliche Betäubungsmittel über das Darknet erworben, gibt der des Handels mit denselben Verdächtigte laut der Polizei an. Und die wird nun natürlich auch noch nach demjenigen suchen, der das fehlgeleitete Drogenpäckle gepackt und auf den Umweg zur Polizei geschickt hat.

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