Die Glory Amsterdam ist nah an der Insel Langeoog auf Grund gelaufen. Foto: dpa

Experten beraten seit den Morgenstunden darüber, wie der in der Nacht zu Sonntag gestrandete Frachter von der Sandbank befreit werden könnte. Die Bergung gestaltet sich als allerdings als schwierig.

Langeoog - Die Bergung eines vor der Nordsee-Insel Langeoog gestrandeten Frachters gestaltet sich weiter als schwierig. Experten vom Havariekommando und eines Bergungsunternehmens beraten seit Dienstagmorgen darüber, wie und wann das Schiff von der Sandbank befreit werden könnte. Ein Mechaniker versuche außerdem, die Ruderanlage der 225 Meter langen „Glory Amsterdam“ zu reparieren. Diese sei blockiert, was die Bergung erschwere, sagte ein Sprecher. Ansonsten weise das Schiff keine erkennbaren Schäden auf.

Schüttgutfrachter auf eine Sandbank

Der Schüttgutfrachter hatte sich bei dem schweren Sturm „Herwart“ in der Nacht zum Sonntag in der Deutschen Bucht losgerissen und war auf eine Sandbank vor der ostfriesischen Insel getrieben. Eine für Montagabend geplante Bergung mussten die Experten verschieben, weil die Wassertiefe selbst bei Hochwasser dafür nicht ausreichte. Jetzt arbeiten sie an einer Alternative.

Umweltschützer und Fischer befürchten eine Umweltkatastrophe im Wattenmeer. Die „Glory Amsterdam“ hat mehrere hundert Tonnen Öl und Diesel im Tank. Ein Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos habe bisher noch keine auslaufenden Schadstoffe entdeckt. Die Besatzung ist weiter an Bord des Frachters. Den 22 Seeleuten geht es nach Angaben des Havariekommandos gut.

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