Das Neue Globe-Theatre in Hall spaltet die Stadt.Visualisierung:Stadt Schwäbisch Foto:  

Unter dem Druck der Verwaltung genehmigen die Stadträte den Neubau.

Schwäbisch Hall - Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall bekommen ein Neues Globe-Theater. Man könnte meinen, alle freuen sich. Doch die Stimmung in der Stadt ist schlecht. Sie wird nicht besser, wenn ein Vertreter der Freien Wähler die vielen Leserbriefschreiber in der örtlichen Tageszeitung als Zündler beschimpft, die seine schöne Stadt kaputtreden wollten. Viele Bürger haben kein Vertrauen mehr in ihren Gemeinderat, der der Stadtverwaltung auf die Finger schauen sollte. Und schon gar keines in ihren Rathauschef.

Hermann-Josef Pelgrim hat als Vorsitzender des Kuratoriums der Freilichtspiele Schwäbisch Hall und als Chef der Verwaltung den Abbau des alten Globe-Theaters forciert und so vollendete Tatsachen geschaffen. Die Furt zur Baustelle auf die Kocherinsel ist bereits errichtet. Seine Salami-Taktik, nach und nach die Zustimmung des Gremiums für seine Pläne einzuholen, ist aufgegangen. Mit Recht fühlen sich die Räte im Entscheidungsdilemma. Die Drohung wirkt, man stehe unter Zeitdruck, die Baukosten könnten bei Verzögerungen gar noch steigen. Da mutet der Vorstoß der CDU, eine Genehmigung der Zuschüsse von den Ergebnissen der Ausschreibungen abhängig zu machen, als tapferer, aber vergeblicher Versuch an, sich dem Unvermeidlichen entgegenzustemmen. Nun: Schwäbisch Hall bekommt das Neue Globe-Theater. Und kaum jemand freut sich. Ein holpriger Start für die neue Spielstätte.

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