Ida Raming wurde von ihrer Kirche ausgestoßen. Foto: Judith A. Sägesser

Frauen auf den Fildern sind Teil der Protestbewegung Maria 2.0. Nun haben sie eine Pionierin zu Gast.

Filder - Im Mai 2019 haben Frauen in der katholischen Kirche etwas angestoßen. Mit der Streik-Aktion Maria 2.0 haben sie deutschlandweit erneut auf die unbefriedigende Rolle der Frauen in ihrer Kirche hingewiesen. Und nicht nur das, sie haben auch gefordert, dass das endlich aufhört. Das Frauen dieselben Rechte bekommen wie Männer. Gemeint sind damit freilich vor allem Ämter wie die von Priestern oder Diakonen.

Auch auf der Filderebene haben sich Frauen – und Männer – der Protestbewegung angeschlossen. Beispielsweise in Filderstadt und in Hohenheim. Das Thema taucht seither immer wieder im Veranstaltungskalender der Kirchengemeinden auf. Sie wollen keine Ruhe geben. Erst vor Kurzem haben sich Frauen von den Fildern an einer Postkartenaktion beteiligt, sie haben an den Rottenburger Bischof Gebhard Fürst geschrieben. Darin die Bitte, die Bewegung zu unterstützen.

Heimlich auf dem Donaudampfer geweiht

Auf den Fildern lebt eine Frau, die irgendwann nicht mehr nur gebeten und argumentiert hat, sie hat gehandelt. Ida Raming aus dem Asemwald, Jahrgang 1932, ist geweihte Priesterin. Zusammen mit sechs weiteren Frauen hat sie sich im Juni 2002 heimlich auf einem Donaudampfer weihen lassen. Die Kirche hat sie und die anderen danach ausgestoßen. Doch Raming hat nicht gekuscht. Sie hat weiterhin lautstark und öffentlichkeitswirksam für die Gleichberechtigung der Frau in der Katholischen Kirche gekämpft.

Bei zwei Veranstaltungen auf den Fildern ist Ida Raming im Dezember zu Gast. Am Donnerstag, 5. Dezember, kommt sie in den Gemeindesaal Liebfrauen in Bonlanden, Plattenhardter Straße 45. Der Beginn ist um 20 Uhr. Am Freitag, 13. Dezember, ist Ida Raming im Gemeindezentrum Padua in Plieningen, Wollgrasweg 11. Dort erzählt sie von 19.30 Uhr an ebenfalls von ihrem Weg und zeigt einen 70-minütigen Dokumentarfilm, der über sie gedreht worden ist.

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