Der Schnee hat in der Region Stuttgart zu kleineren Behinderungen und Unfällen geführt. Aktuell sind aber alle Straßen frei. (Symbolbild) Foto: dpa

Der anhaltende Schneefall hat auf den Straßen in der Region für einige Behinderungen gesorgt. Es kam auch zu Unfällen - bei einem wurde ein Mann so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb. Das große Schneechaos ist jedoch ausgeblieben.

Stuttgart - Der starke Schneefall hat am Donnerstagmorgen auch in der Region Stuttgart für einiges Durcheinander auf den Straßen gesorgt.

Im Kreis Ludwigsburg wurde ein Mann schwer verletzt. Er starb am Nachmittag im Krankenhaus.

Wie die Polizei berichtete, war der 26 Jahre alte BMW-Fahrer gegen 9 Uhr auf der Landesstraße 1115 in Richtung Mundelsheim unterwegs. Trotz schneeglatter Fahrbahn überholte er einen Kleintransporter und einen davor fahrenden Lkw. Beim Wiedereinscheren auf seine Fahrbahn geriet der BMW ins Schleudern und prallte gegen einen entgegenkommenden Lastwagen. Das Auto wurde von der Straße geschleudert.

Der 26-Jährige wurde sofort mit einem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Schaden von 12.000 Euro. Der BMW wurde abgeschleppt.

Die L 1115 war zwischen der Hardtwaldkreuzung und der Abfahrt Karlshof für fast zwei Stunden gesperrt.

Kreis Böblingen: Eine Verletzte und 73.000 Euro Schaden

Im Kreis Böblingen kam es zu 20 Glätteunfällen. Insgesamt entstand 73.000 Euro Schaden, teilte die Polizei mit. Eine Person wurde verletzt.

Die 56 Jahre alte Toyota-Fahrerin fuhr am Donnerstagmorgen auf der schneebedeckten Kreisstraße 1077 bei Ehningen wohl zu schnell und kam deshalb ins Rutschen. Ihr Toyota schlitterte in den Gegenverkehr und kollidierte mit dem entgegenkommenden Golf eines 44-Jährigen, berichtete die Polizei.

Die Frau wurde durch den Unfall verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. An beiden Autos entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Auf der Autobahn 81 bei Ehningen verunglückte eine 21 Jahre alte Honda-Fahrerin. Verletzt wurde sie jedoch nicht.

Wie die Polizei bekannt gab, war die junge Frau in Richtung Singen unterwegs, als ihr Wagen an der Ausfahrt Hildrizhausen auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern geriet und gegen eine Betonwand prallte. Der 42 Jahre alte Fahrer eines Sattelzuges konnte nicht mehr bremsen und stieß mit dem Honda zusammen.

Es entstand ein Schaden von 20.000 Euro.

Kreis Göppingen: Zwölf Unfälle, 80.000 Euro Gesamtschaden

Im Kreis Göppingen waren die Räumdienste im Dauereinsatz, um die Straßen frei zu räumen. Insgesamt wurden der Polizei zwölf Unfälle gemeldet. Dabei entstand ein Schaden von 80.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Bereits am Mittwochmorgen ereignete sich ein schwerer Unfall mit 40.000 Euro Schaden: Auf der Bartenbacher Straße in Göppingen geriet eine 50-jährige BMW-Fahrerin auf der abschüssigen Straße ins Schleudern und prallte gegen einen Klein-Lkw, der noch auf einen Mitsubishi geschoben wurde.

Kreis Esslingen: Es bleibt bei Blechschäden

Im Kreis Esslingen ereigneten sich am Donnerstagmorgen insgesamt zehn Unfälle - jedoch alles nur Blechschäden. Am Vortag hatte die Polizei schwerere  Unfälle zu vermelden:

Bereits am Mittwochmorgen ereignete sich in Owen an der Kreuzung der Bundesstraße 465 mit der Bergstraße ein spektakulärer Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden. Verletzt wurde dabei aber niemand, berichtete die Polizei. 

Die Beamten teilten mit, dass ein 54 Jahre alter Audi-Fahrer in Richtung Bundesstraße unterwegs war, als er an der Kreuzung wegen der Schneeglätte nicht mehr anhalten konnte. Er rutsche auf die Fahrbahn der B 465. Ein auf der Bundesstraße fahrender Lkw konnte nicht mehr bremsen, kollidierte mit dem Audi und riss den Wagen mit sich. Der Audi wurde auf den Golf einer 44-Jährigen geschleudert. Es entstand ein Schaden von 25.000 Euro.

In  Kirchheim/Teck kam es ebenfalls bereits am Mittwochmorgen zu einem weiteren Glätteunfall.

Wie die Polizei berichtete, war ein 43-jähriger Audi-Fahrer auf der Verbindungsstraße von der Weiherstraße in Richtung Kirchheimer Straße unterwegs. Vermutlich weil er auf der schneeglatten Fahrbahn zu viel Gas gab, konnte er an der Einmündung zur Kirchheimer Straße nicht mehr rechtzeitig anhalten. Der Audi stieß mit dem Golf eines 25 Jahre alten Mannes zusammen.

Verletzt wurde niemand. Bei dem Unfall entstand ein Schaden in Höhe von 18.000 Euro.

Rems-Murr-Kreis: Staus wegen Eis und Schnee

Die Polizei im Rems-Murr-Kreis sprach von einer entspannten Lage: Die Autofahrer seien auf den Schnee eingestellt gewesen. Nur sieben Glätteunfälle mit einem Gesamtschaden von etwa 20.000 Euro habe es gegeben.

Auf der Bundesstraße 29 zwischen Schorndorf und Fellbach kam es zu witterungsbedingte Verkehrsbehinderungen. Auch auf der B 14 bei Winnenden gab es Stau. Gegen Nachmittag waren alle Straßen geräumt.

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