Christian Wulff (links) und Günther Oettinger im Jahr 2008. Foto: dpa

Im Prozess gegen den Olaf Glaeseker, Ex-Sprecher von Christian Wulff, soll der frühere baden-württembergische Ministerpräsident und jetzige EU-Energiekommissar Günther Oettinger in den Zeugenstand treten.

Im Prozess gegen den Olaf Glaeseker, Ex-Sprecher von Christian Wulff, soll der frühere baden-württembergische Ministerpräsident und jetzige EU-Energiekommissar Günther Oettinger in den Zeugenstand treten.

Hannover - Im Korruptionsprozess gegen Olaf Glaeseker, den ehemaligen Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, soll auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger aussagen.

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident sei für den 24. Februar als Zeuge geladen, teilte das Landgericht Hannover am Freitag mit.

Oettinger und der damalige niedersächsische Ministerpräsident Wulff waren Schirmherren des Nord-Süd-Dialogs, der im Zentrum des Prozesses steht. Mit der Veranstaltung hatten die Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg 2007 bis 2009 dreimal für sich geworben.

Glaeseker soll dem mitangeklagten Partymanager Manfred Schmidt bei der Sponsorensuche für die Promi-Party geholfen und dafür Gratis-Urlaube plus Flüge erhalten haben - Streitwert rund 12 000 Euro. Glaeseker wird Bestechlichkeit vorgeworfen, Schmidt muss sich wegen Bestechung verantworten.

Als erster Zeuge wurde am Freitag ein früherer Mitarbeiter von Schmidt befragt. Der 30-Jährige beschrieb Schmidt als großzügigen Gastgeber, der stets auf seiner spanischen Finca Freunde um sich hatte. Auch der ihm freundschaftlich verbundene Glaeseker und seine Frau seien dort im Schnitt zweimal jährlich gewesen.

Da sich auch Wulffs Ex-Frau Christiane nach der Trennung von ihrem Mann auf der Finca aufhielt, soll sie am Nachmittag befragt werden. Christian Wulff wird am 10. Februar im Zeugenstand erwartet. Einen Tag später ist die ehemalige Tagesthemen-Moderatorin und TV-Talkerin Sabine Christiansen als Zeugin geladen.

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