Die Handball-EM ist im TV zu sehen. Keiner weiß aber, wieviele aktuell zuschauen. Foto: dpa-Zentralbild

Die Handball-EM steht schon nach den ersten Spielen im nationalen Fokus. Schuld daran ist auch der Videobeweis. Nur: Keiner weiß aktuell, wieviele Zuschauer mitfiebern. Die TV-Quoten bleiben aus.

Berlin - Die anhaltenden Probleme bei der Ermittlung der TV-Einschaltquoten sind für die betroffenen Sender ein Problem. „Natürlich ist es misslich, wenn wir keine Quoten haben, zumal ja gerade die Handball-EM im Vorabendprogramm gezeigt wird“, teilte eine Sprecherin der ARD-Programmdirektion in München auf Anfrage mit. „Das Preisraster kann also hier nicht bewertet werden.“

Die Preise für Werbespots werden nach dem Zuschauerzuspruch bemessen. Am Montag zeigte das Erste, das vor 20 Uhr Werbung ausstrahlen darf, das Handball-EM-Spiel Deutschland gegen Slowenien, das nach einer dramatischen Schlussphase 25:25 endete und wachsende Publikumsresonanz gehabt haben dürfte. Für das „Regelprogramm“ im Ersten habe der Quotenausfall jedoch keine Auswirkung, hieß es.

Die Quoten wurden laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) in Frankfurt zwar in den rund 5000 Testhaushalten der GfK-Fernsehforschung gemessen und wohl gespeichert, aber die Übermittlung klappe nicht. Eine reibungslose Datenübertragung sei vor Freitag nicht absehbar.

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