Noch hat die die Feuerwache 5 ihren Sitz in Degerloch. Foto: Jacqueline Fritsch

Auf dem Hof der Feuerwache in Stuttgart-Degerloch werden auch Feuerwehrleute ausgebildet. Ewig wird dies nicht mehr möglich sein, denn es gibt Pläne für das Grundstück.

Degerloch - Schon lange wollen die Degerlocher Bezirksbeiräte verhindern, dass die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) auf das Gelände der Feuerwache im Gewerbegebiet Tränke zieht. Die FDP-Fraktion hat nun einen Gegenvorschlag zur künftigen Nutzung des Areals gebracht: Die Feuerwache soll in ein reines Aus- und Fortbildungszentrum der Feuerwehr umgewandelt werden. Bis zum 31. Dezember 2022 hat die Stadt diese Nutzung zugesagt, die Kommunalpolitiker wollen es aber längerfristig so haben.

„Um die Sicherheit in Stuttgart weiterhin zu gewährleisten, ist es unabdingbar, der Feuerwehr dauerhaft geeignete Schulungsräume zur Verfügung zu stellen“, heißt es im Antrag der FDP. Das ist kein abwegiger Gedanke, denn zurzeit gibt es stadtweit gar keine eigenen Räume für die Aus- und Fortbildung bei der Feuerwehr. „Die Feuerwehr Stuttgart nutzt aktuell die Hofflächen der Feuerwachen, insbesondere die der Feuer- und Rettungswache 5, zur Ausbildung“, sagt Martin Thronberens, ein Sprecher der Stadt. Er teilt mit, dass immer zum Jahresende die Nutzung der Fläche um ein Jahr verlängert werden kann.

Langfristiger Plan für das Gelände

Damit könnte das Aus- und Fortbildungszentrum theoretisch auch über das Jahr 2022 hinaus bestehen bleiben. Allerdings funktioniert das nicht endlos, denn es gibt einen langfristigen Plan für das Gelände. Und dabei wird sich der Bezirksbeirat aller Voraussicht nach nun doch geschlagen geben müssen: „Die alte Feuerwache soll durch den Neubau des AWS-Betriebshofs ersetzt werden“, sagt Thronberens.

Fünf Jahre nach dem Auszug der Feuerwehr soll das neue AWS-Gebäude eingeweiht werden. Die Feuerwehr zieht planmäßig in diesem Sommer in ihre neue Wache in Möhringen. Die orangefarbenen Müllwagen könnten sich also im Sommer 2026 in der Tränke niederlassen. Für die Aus- und Fortbildung von Feuerwehrleuten ist die Stadt laut Thronberens in Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt und der Wirtschaftshilfe auf der Suche nach einer geeigneten Alternativfläche.

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