In der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen zwei Security-Unternehmen gab es eine weitere Festnahme. Gegen den 22-Jährigen wurde ein Haftbefehl erlassen.
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat vergangene Woche einen 22 Jahre alten Mann festgenommen, bei dem es sich um einen weiteren Tatverdächtigen im Ermittlungskomplex „Frost“ handeln soll. Seit vergangenem Jahr kommt es in einem Konflikt zwischen zwei Security-Unternehmen immer wieder zu Gewalt – darunter mehrere bewaffnete Angriffe mit Schusswaffen.
Der festgenommene 22-Jährige wird verdächtigt, am 12. und 13. Januar 2026 an einer Brandstiftung sowie einem versuchten Totschlag in Ludwigsburg beteiligt gewesen zu sein. Damals hatten Anwohner in der Hindenburgstraße Höhe Jägerhofallee gegen Mitternacht zunächst ein Knallgeräusch gehört und dann festgestellt, dass es auf dem Gehweg sowie auf dem angrenzenden Grünstreifen brannte. Sie alarmierten die Feuerwehr und Polizei. Bei dem Brand wurden die Fassade und eine Eingangstür des Firmensitzes eines Sicherheitsunternehmens beschädigt. Eine Nacht später schossen unbekannte Täter mehrfach auf das Gebäude und flüchteten.
Wohnung durchsucht
Der in den Fokus der Ermittlungen gerückte 22-Jährige aus dem Landkreis Esslingen soll an beiden Taten einen Anteil gehabt haben. Die genaue Tatbeteiligung ist in beiden Fällen noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat nun vorab einen Haftbefehl beim Amtsgericht Stuttgart gegen den Tatverdächtigen erlassen.
Einsatzkräfte hatten den 22-Jährigen Mitte Mai zu Hause festgenommen und seine Wohnung durchsucht. Gegenstände, die als Beweismittel dienen können, werden derzeit ausgewertet. Die Ermittlungen im gesamten Komplex „Frost“ dauern weiter an.