E-Zigaretten wird es in Indien künftig nicht mehr geben. Foto: dpa/Rainer Jensen

In Indien wird es künftig keine elektronischen Zigaretten geben. Als Begründung nannte die Regierung das Gesundheitsrisiko für Jugendliche. Beim Tabak sieht es dagegen anders aus.

Neu-Delhi - Indien verbannt elektronische Zigaretten aus dem Land: Die Regierung beschloss am Mittwoch, Herstellung, Import und Verkauf von E-Zigaretten zu verbieten, wie die „Times of India“ meldete. Finanzministerin Nirmala Sitharaman erklärte, die Entscheidung sei wegen der Gesundheitsrisiken für Jugendliche getroffen worden. E-Zigaretten wirkten offenbar „cool“, sodass sich viele verführen ließen. Indien stellt derzeit selbst keine E-Zigaretten her. Die elektronischen Verdampfer gelten wegen ihres hohen Preises als Luxusprodukt. Es ist unklar, wie viele Inder überhaupt E-Zigaretten konsumieren.

Tabakkonsum ist hingegen weit verbreitet: Pro Jahr werden in Indien mehr als 82 Milliarden Zigaretten hergestellt. Das Land hat weltweit - mit 106 Millionen Erwachsenen - die zweitgrößte Anzahl an Rauchern. Neben dem Rauchen wird Tabak auch oft gekaut. Jährlich sterben mehr als 900.000 Menschen in Indien an den Folgen von Tabakkonsum. Berichte über den Tod von sieben jungen Menschen in den USA im Zusammenhang mit dem Konsum von E-Zigaretten haben weltweit eine Diskussion über die Schädlichkeit der Verdampfer ausgelöst.

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