Atemswegerkrankungen sind weiterhin auf Platz eins der Krankheitsgründe. Foto: IMAGO/Westend61

Der Krankenstand im Kreis Ludwigsburg sinkt auf 17 Tage pro Jahr. Atemwegserkrankungen bleiben Hauptursache, doch psychische Leiden nehmen zu.

Der Krankenstand im Landkreis Ludwigsburg ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, wie die Krankenkasse DAK am Dienstag mitteilt. Beschäftigte, die dort versichert sind, waren durchschnittlich an 17 Kalendertagen krankgeschrieben. Das bewegt sich auf dem Niveau der Fehlzeiten auf Landesebene, die ebenfalls bei 17 krankheitsbedingten Fehltagen liegt.

 

Die meisten Fehltage gingen laut einer Analyse der DAK auf das Konto von Atemwegserkrankungen. Sie verursachten 355 Fehltage je 100 erwerbstätig Versicherte (Vorjahr: 366 Fehltage). Weitere wichtige Ursachen waren psychische Erkrankungen auf Rang zwei, mit 303 Tagen je 100 Erwerbstätigen (Vorjahr: 247 Tage), und Muskel-Skelett-Probleme auf Rang drei mit 293 Tagen je 100 Versicherten (Vorjahr: 276 Tage). Die Krankenkasse hat alle Krankschreibungen ihrer Versicherten in der Region vom Berliner IGES-Institut auswerten lassen.

Krankenstand mit 4,5 Prozent auf hohem Niveau

„Der Krankenstand hat sich mit 4,5 Prozent auf einem hohen Niveau eingependelt“, kommentiert Frank Klein, Leiter Servicezentrum in Ludwigsburg. „Deswegen ist es richtig und notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben.“ Ein Krankenstand von 4,5 Prozent bedeutet, dass an jedem Kalendertag im Durchschnitt 45 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben waren.

Mit Blick auf den Krankenstand sieht die DAK-Gesundheit im betrieblichen Gesundheitsmanagement große Chancen. „Ein starkes betriebliches Gesundheitsmanagement schafft die Basis dafür, dass Mitarbeitende gesund, motiviert und leistungsfähig arbeiten können – somit ist es zugleich eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“, so ein Sprecher. „Wir unterstützen Arbeitgeber dabei, arbeitsbedingte Belastungen passgenau zu verringern und ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen.“