Ein Mitarbeiter in medizinischer Schutzkleidung trägt Schutzhandschuhe in einem Krankenhaus, in dem ein Ebola-Opfer isoliert wurde. Foto: Ronald Kabuubi/AP/dpa

In Uganda wächst die Sorge nachdem ein Mensch an Ebola gestorben ist. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Die WHO kündigt Unterstützung an.

Kampala - In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.