Andreas Jeron, der neue Ärztliche Direktor am Rems-Murr-Klinikum. Foto: RMK Fuchs

Der Herzspezialist Andreas Jeron tritt die Nachfolge von Heiner Lange an. Der neue Mann, seit Jahren in Winnenden im Einsatz, soll die standortübergreifende Zusammenarbeit ausbauen.

Der Kardiologe Andreas Jeron wird neuer Ärztlicher Direktor am Rems-Murr-Klinikum Winnenden (Rems-Murr-Kreis). Er tritt die Nachfolge von Heiner Lange an, der als Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in den Ruhestand tritt. Jeron, seit September 2008 im Waiblinger Kreiskrankenhaus als Chefarzt tätig, steht für ein engmaschiges fachliches Netzwerk, das sich beispielsweise bei der Kampagne „Rems-Murr schockt“ für den Aufbau von Erste-Hilfe-Strukturen bei Herzinfarkt einsetzt.

 

Seit 2018 leitet er standortübergreifend neben Winnenden auch die Kardiologie in Schorndorf. Exakt dieses Merkmal ist aus Sicht von Landrat Richard Sigel auch der entscheidende Pluspunkt bei dem Personalwechsel: „Mit Blick auf die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung ist die standortübergreifende Zusammenarbeit eines unserer zentralen Ziele, um unsere Medizinkonzeption auch für die kommenden Jahre zukunftssicher aufzustellen“, sagt Landrat Sigel, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Rems-Murr-Kliniken.

Neuer Chefarzt für die Anästhesie wird Robert Hahn

Vertrauen kann Jeron bei der Aufgabe, das innovative Profil der beiden Standorte zu schärfen, auf die Unterstützung durch einen bewährten Kollegen. Weil Ärztlicher Direktor und Stellvertreter stets im Tandem gewählt werden, wurde Professor Ulrich Kramer, seit August 2017 Chefarzt der Radiologie und seit Februar 2024 stellvertretender Ärztlicher Direktor in Winnenden, in seinem Amt bestätigt. Kliniken-Geschäftsführer André Mertel bescheinigt ihm eine „sehr gute und besonnene Führung“.

Heiner Lange geht in den Ruhestand – und macht damit nicht nur den Posten als Chefarzt, sondern auch das Amt des Ärztlichen Direktors frei. Foto: Rems-Murr-Kliniken

Ein „kühler Kopf und strategischer Weitblick“ wird auch Heiner Lange attestiert, der nach mehr als drei Jahrzehnten im Rems-Murr-Klinikum in den Ruhestand tritt. 1995 stieg der Anästhesist ins damalige Kreiskrankenhaus Waiblingen ein, zog 2014 als OP-Manager seine Abteilung ins neu gebaute Rems-Murr-Klinikum Winnenden um, wurde dort 2020 Chefarzt und 2024 auch Ärztlicher Direktor.

Ulrich Kramer wird als Stellvertreter eine „besonnene Führung“ bescheinigt. Foto: Rems-Murr-Kliniken

Maßgeblich vorangetrieben hat Lange den Aufbau der Fachklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und die 2025 etablierte Sektion Schmerztherapie. „Dass er als Ärztlicher Direktor zum Erreichen dieser beiden wichtigen Meilensteine beigetragen hat und parallel eine exzellent aufgestellte eigene Fachklinik entwickeln konnte, verdient vollsten Respekt“, heißt es in einer Mitteilung. Nachfolger in der Anästhesie wird Robert Hahn, der 1999 seinen Dienst als Oberarzt im Kreiskrankenhaus Backnang angetreten hatte und 2014 nach Winnenden gewechselt war.

Die Schmerztherapie wird perspektivisch in Schorndorf aufgebaut

„Er ist perfekt mit den Aufgaben vertraut und konnte sich im Feld diverser Chefarzt-Mitbewerber souverän durchsetzen“, so das Rems-Murr-Klinikum. Die zunächst in Winnenden aufgebaute Schmerztherapie wird perspektivisch ihren Schwerpunkt nach Schorndorf verlagern, der dort perfekt mit dem neu entstehenden Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Rückentherapie sowie dem neuen Schwerpunkt für Geriatrie harmoniert.

Gleichzeitig soll die Schmerztherapie standortübergreifend so eng zusammenarbeiten, dass auch Patientinnen und Patienten in Winnenden weiter von dieser Expertise profitieren.