Der „Executive-Variable“ lässt sich auf Knopfdruck auf eine Höhe zwischen 74 und 118 Zentimetern einstellen. Und auch der „Leadchair“ aus handschuhweichem Leder überzeugt. Der Drehstuhl vereint gesundes Sitzen, hochwertige Handarbeit und zeitloses Design. Foto: Walter Knoll

Wer den ganzen Tag steif am Schreibtisch sitzt, tut seinem Rücken nichts Gutes. Wer dagegen im Büro in Bewegung bleibt und Schreibtisch, Bildschirm und Bürostuhl zugunsten der Ergonomie anpasst, beugt Schmerzen vor.

Das ergonomische Büro – was bedeutet das überhaupt? Vorab eine Begriffsklärung: Die Ergonomie (setzt sich zusammmen aus ergon = Arbeit, Werk und nomos = Regel, Gesetz) beschreibt in erster Linie die Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. Ziel ist es, möglichst optimale Arbeitsergebnisse zu schaffen und die körperliche und geistige Gesundheit zu fördern.

Bei einer sitzenden Tätigkeit vor dem Bildschirm bedeutet dies: Bürostuhl, Monitor und Schreibtisch sollten optimal aufeinander eingestellt sein. Hier die wichtigsten Kriterien:

Ergonomie & Bildschirm

• Wer viel am Bildschirm arbeitet, sollte darauf achten, dass er nicht zu nah am Monitor sitzt. Im Schulter- und Nackenbereich kommt es sonst zu Verspannungen durch eine verkrampfte Körperhaltung. Als Faustregel gilt: Platzieren Sie den Bildschirm mindestens eine Armlänge entfernt. Je weiter er weg ist, desto mehr können sich Oberkörper und Augen entspannen.

• Die Höhe des Monitors ist richtig eingestellt, wenn Ihr Blick darauf schräg nach unten fällt und der Kopf leicht nach unten geneigt ist. So entlasten Sie Ihren Nacken und strengen die Augen weniger an.

Ergonomie & Bürostuhl

• Es klingt paradox: Aber eine gute Ergonomie beim Sitzen bedeutet viel Bewegung! Je nach Sitzposition wird der Körper unterschiedlich entlastet oder belastet. Zu starres Sitzen über längere Zeiträume ist für den Rücken und die gesamte Haltung schädlich.

• Ergonomische Bürostühle sollten daher eine flexible Rückenlehne haben.

• Achten Sie dabei auf eine gesunde Rückstellkraft der Rückenlehne, damit diese einen wirklich unterstützenden Charakter aufweist und dem jeweiligen Körpergewicht passgenau entgegenwirkt.

• Bürostühle sollten selbstverständlich höhenverstellbar sein und sich Ihrer Größe anpassen lassen. Beim Sitzen sind Ihre Beine etwa 90 Grad angewinkelt, die Fußsohlen berühren vollständig den Boden

• Polster: Auch eine komfortable Polsterung spielt aus ergonomischer Sicht eine Rolle. Sie ermöglicht eine optimale Druckverteilung des Körpergewichtes. Hochwertige Polster helfen dabei, sogenannte Druckspitzen in den Oberschenkeln und im Gesäß zu vermeiden.

• Welcher Bürostuhl am besten zu einem passt, lässt sich durch Ausprobieren leicht herausfinden. In den Ausstellungsräumen von architare in Stuttgart und in Nagold können eine Vielzahl von Bürostühlen getestet und Probe gesessen werden.

Höhenverstellbare Schreibtische: Die Vorteile und die „40-15-5-Regel“

• Der Wechsel von Sitzen und Stehen trainiert die Rücken- und Beinmuskulatur.

• Die Wirbelsäule wird entlastet.

• Konzentration und Leistungsfähigkeit steigen laut Experten im Stehen bis zu 20 Prozent.

• Mit Hilfe eines höhenverstellbaren Schreibtischs lässt es sich regelmäßig zwischen einer stehenden und einer sitzenden Position wechseln.

• Optimal wäre es, sich dabei an die „40-15-5-Regel“ zu halten: 40 Minuten sitzen, 15 Minuten stehen, fünf Minuten bewegen. Danach geht das Ganze wieder von vorne los.

Sofa und Laptop: So lässt sich auch in Zeiten von New Work ergonomisch arbeiten

Ganz klar, das moderne Arbeiten funktioniert längst auch ohne den „Acht-Stunden-Tag“ am Schreibtisch. Digitalisierung und Laptop machen es möglich, überall zu arbeiten: im Café, auf der Sofa-Landschaft in der Hotel-Lobby oder auf der eines Konzern-Campuses. Hierfür haben Hersteller wie Vitra und Walter Knoll schlaue Sitzmöbel entwickelt. Sie sehen aus wie ein Sofa, sind aber ergonomischer und weisen elegant integrierte verstellbare Tischtablare mit Strom- und damit Lademöglichkeiten auf. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist „Soft Work“, das die Designer Edward Barber und Jay Osgerby für Vitra entwickelt haben.

Mehr Informationen gibt es in unserer Bildergalerie!

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