Frank Zentler zeigt Arbeiten von Harika Soytekin und Carolina Kern (von links) Foto: Simoncev

Kunst und Mode passen gut zusammen: Im Rahmen der Aktion „Geschwisterliebe meets Art“ werden Möbelstücke von Studierenden aus Stuttgart ausgestellt.

S-Mitte - Kunst und Mode gehen immer wieder, ob bei der Inszenierung einer Kollektion oder beim Gestalten von Modenschauen, eine enge Beziehung miteinander ein. Auf dieser Thematik basiere auch das Projekt „Geschwisterliebe meets Art“, erklärt Frank Zentler, der Chef des Geschwisterliebe-Shops an der Breite Straße. „Während unseres Umbaus im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, dass ich gerne häufiger neue Akzente setzen möchte“, sagt er. Gleichzeitig sei es ihm ein Anliegen, Jungdesigner und junge Künstler, die nach Möglichkeiten suchen, ihre Werke auszustellen, zu unterstützen.

Jetzt werden im Shop zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die jungen Künstler bekommen Raum und die Geschwisterliebe Raumakzente. Ab sofort verleihen Sitzmöbel dem Shop einen neuen Touch – entworfen und gebaut von Studenten der Hochschule für Technik Stuttgart.

Mit dem Projekt „Geschwisterliebe meets Art“ in Galerien und Hochschulen

Im Rahmen des Projekts „Geschwisterliebe meets Art“ habe Zentler mit seinem Team kleine Galerien, Hochschulen und Universitäten kontaktiert, um ihm bei der Realisierung zu helfen und sein Vorhaben bekannt zu machen: „Daraufhin haben sich gleich einige Künstler gemeldet.“ So hätte man bis jetzt Bilder von Frederic Allenberg (Malerei) ausgestellt. In der vergangenen Woche gab es außerdem die Kollektion von Modeschülerin Rabia Cimen zu sehen.

Jetzt sind die Möbel dran. Große Spannung und Freude liegt seitdem in der Luft. „Eine wunderbare Idee“, äußert sich die Professorin des Fachbereichs Architektur an der HfT, Renate Oelhaf. „Das ist seit längerem mal wieder eine richtig schöne Gelegenheit Erstsemesterarbeiten zu präsentieren“, sagt sie. Zusammen mit den drei Lehrbeauftragen Florian van het Hekke, Anja Klafki und Silvia Roos habe man die besten, aber auch passendsten aus insgesamt 45 Objekten, die neunzig Studierende im Grundlagenfach „Gestalten“ kreiert hatten, für das Schaufenster ausgewählt und schließlich zusammen mit den Studenten versucht, sie bestmöglich zu inszenieren – mit Kleidungsstücken, versteht sich. Dass die Möbelstücke immer zu zweit gestaltet wurden, liege vor allem daran, dass man den Dialog und damit die Teamarbeit schulen wolle, so Professorin Oelhaf. „In der Architektur arbeitet niemand allein“, sagt sie. So hatten sich auch Carolina Kern und Harika Soytekin zusammengetan, um einen Holzsitz auf einem Stahlgestell zu entwerfen und zu bauen. Das Möbelstück zu kreieren, sei ein großer Spaß gewesen. „Wir haben ja auch alles selbst gemacht – vom Schweißen bis zum Sägen und Flexen“, erzählen die jungen Frauen.

Viele Teil der Kollektion gibt es jetzt schon zu kaufen

Im Mai, anschließend an die „Sitzmöbel“-Präsentation, wird es eine Ausstellung der (Mode-)Kollektion von Maison Corinna Houidi geben. Viele Teile gibt es jetzt schon und wird es auch dann zu kaufen geben. „Ansonsten werden wir weiter viele schöne Projekte aus den Bereichen Kunst, Architektur, Fotografie, Mode aussuchen, uns an den schönen, wechselnden Objekten erfreuen und hoffentlich auch den ein oder anderen auf seinem weiteren Weg unterstützen“, sagt Zentler.

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