Foto: SWSG

An der Ecke Sparrhärmlingweg/Frankfurter Straße stehen zwei neue Tafeln, die über eine Töpfersiedlung auf dem Hallschlag informieren.

Bad Cannstatt
Heute werden Lebensmittel in Plastiktüten, Tetra-Packs und Tupperware aufbewahrt. Zu Zeiten der römischen Kaiser Hadrian und Caracalla im zweiten und dritten Jahrhundert hatten die Menschen dafür Tongefäße, so auch jene Soldaten, die einst im Reiterkastell auf dem Stuttgarter Hallschlag lebten. Eine richtige Töpfersiedlung hat das Landesamt für Denkmalpflege 2009 auf einem Baugelände der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWSG) an der Ecke Sparrhärmlingweg/Frankfurter Straße ausgegraben. Die SWSG hatte, um moderne Wohnhäuser zu errichten, damals alte Gebäude von 1929 abgerissen. Schon als diese Häuser errichtet wurden, wurden Spuren römischer Töpferwerkstätten gefunden.

Tongefäße zeugen von einem Produktionsschwerpunkt

Nun entdeckten Archäologen bei neuerlichen Ausgrabungen viele weitere Tongefäße, etliche davon mit Macken – ein Hinweis auf einen Produktionsschwerpunkt der Handwerker, die sich auf dem Hallschlag auf die Herstellung von Gefäßen konzentrierten. Damit die Fundstücke nicht unbeachtet in Museumsmagazinen verschwinden, hat der Maibaum-Verein Bad Cannstatt die Aufstellung von Info-Tafeln angeregt, die kürzlich aufgestellt wurden. Die Kosten für die beiden Tafeln, die zeigen, warum das Gelände für Archäologen so interessant war, haben sich der Verein und die SWSG geteilt.

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