Schönheits-OPs sind heutzutage in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Entscheidend ist dabei allerdings die Wahl eines kompetenten Chirurgen. Foto: Pixabay.com/ Free-Photos

Die Zeiten, in denen Menschen schief angesehen wurden, weil sie an sich einen kosmetischen Eingriff durchführen haben lassen, sind lange vorbei. Die allgemeine Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber dem Thema Schönheits-OPs ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die Zeiten, in denen Menschen schief angesehen wurden, weil sie an sich einen kosmetischen Eingriff durchführen haben lassen, sind lange vorbei. Die allgemeine Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber dem Thema Schönheits-OPs ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das hängt einerseits mit einer Veränderung der Gesellschaft im Allgemeinen zusammen, hat aber vor allem den Grund, dass sich die Durchführung dieser Eingriffe stark professionalisiert hat.

Doch was genau sind eigentlich Schönheits-Operationen? Welche Möglichkeiten zur Verschönerung des eigenen Körpers gibt es und welche davon werden hierzulande besonders häufig durchgeführt? Und vor allem: Worauf sollten Menschen bei der

Was ist eine Schönheits-OP?

Die meisten Operationen werden in der Regel durchgeführt, weil eine Person krank ist. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Manchmal werden chirurgische Eingriffe durchgeführt, die aus medizinischer Sicht überhaupt nicht notwendig wären. Im Mittelpunkt steht in diesen Fällen das eigene körperliche Wohlbefinden.

Diese sogenannten kosmetischen Operationen werden heutzutage in so gut wie allen Körperregionen durchgeführt. Neu ist das allerdings nicht, denn die Schönheitschirurgie hat bereits eine lange Geschichte.

Die lange Geschichte der Schönheits-OPs

Schon fast seit Anbeginn der Menschheit gibt es unterschiedliche Schönheitsideale. Im Laufe der Epochen haben sich diese immer wieder verändert.

Von Cleopatra bis zu den Gemälden von Rubens

Im alten Ägypten vor etwa 3.000 Jahren galten vor allem sehr dünne und enthaarte Frauenkörper als besonders attraktiv. In der Barockzeit rund um das 17. Jahrhundert sollten die Frauen allerdings ein paar Kilos mehr auf den Hüften haben. Beim aktuellen Schönheitsideal würden die damaligen Models als adipös gelten. In den westlichen Ländern werden von den meisten Menschen heutzutage schlanke Frauen als schön und Männer mit einem Sixpack als sexy empfunden.

Indien gilt als Wiege der Schönheits-OP

Schon immer versuchten die Menschen, dem jeweiligen Schönheitsideal zu entsprechen. Und schon seit sehr langer Zeit kommt dabei die ästhetische Chirurgie zum Einsatz. Als Wiege der Schönheitsoperationen gilt Indien. Damals war es Sitte, Verbrechern einfach die Nase abzuschneiden. Damit stieg auch die Nachfrage zur Rekonstruktion. Die indischen Chirurgen formierten damals aus den Hautlappen der Stirn neue Nasen für die Verbrecher.

Die Anästhesie sorgt für den Durchbruch

Als echter Pionier der Schönheitschirurgie gilt der italienische Arzt Gaspare Tagliacozzi. Er veröffentliche im Jahr 1597 ein Werk, in dem er eine alternative Methode zur Nasenwiederherstellung beschrieb. Im Gegensatz zu den indischen Ärzten verwendete er dafür die Haut der Oberarme.

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Schönheits-OPs immer mehr professionalisiert. Vor allem die Augen, die Wangen und die Nase standen dabei meistens im Mittelpunkt. Für Erleichterung sorgte dabei vor allem die rasante Weiterentwicklung der Anästhesie und die Durchführung der ersten Operationen unter Äthernarkose ab dem Jahr 1845.

Im Jahr 1896 sorgte ein neues Operationsverfahren an der Berliner Universitätspoliklinik für orthopädische Chirurgie für Aufsehen. Der Chirurg Jacques Joseph operierte einem Jungen lediglich aus Schönheitsgründen seine abstehenden Ohren. Bei vielen seiner Kollegen erntete er dafür sehr viel Respekt, dennoch kostete ihn das seinen Job. Denn sein Vorgesetzter Julius Wolff war "not amused" und beendete die Karriere des rebellischen Chirurgen umgehend.

Vor allem ab den 1960er-Jahren finden viele der heutigen Schönheits-OPs ihren Ursprung. Im Jahr 1962 wurden die ersten Silikonimplantate zur Brustvergrößerung entwickelt und beendeten damit die Zeit unmenschlicher Experimente mit anderen Materialien wie Schwämmen oder gar Glaskugeln, die oft mit schweren Verstümmelungen oder gar dem Tod endeten.

Vor allem Marilyn Monroe sorgte für einen großen Popularitätsschub für die Schönheits-OPs. Denn auch sie ließ zum Beispiel Eingriffe an der Kinnpartie an sich durchführen.

Sinkende Kosten bringen steigende Popularität

Doch auch in den 1960er-Jahren waren die Operationen größtenteils den Wohlhabenden vorbehalten, denn die Chirurgen ließen sich für die entsprechenden Eingriffe fürstlich entlohnen.

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurden Schönheits-OPs allerdings immer erschwinglicher. Auch heute gibt es qualitativ hochwertige Eingriffe zwar nicht zu Diskontpreisen, die Mittelschicht in Deutschland ist aber gerne bereit, für den anderen Eingriff ein wenig Geld zu investieren und kann sich das in der Regel auch leisten, ohne sich dafür hoffnungslos verschulden zu müssen.

Die Brustvergrößerung ist der Topseller in Deutschland

Wer den Anteil der häufigsten Schönheitsoperationen in Deutschland aus den Jahren 2016 bis 2020 betrachtet, kann klar erkennen: Die Brustvergrößerung ist nach wie vor die unangefochtene Nummer eins. Im Vergleich zu 2016 sind die Abstände zu den anderen Schönheits-OPs heutzutage jedoch wesentlich geringer.

Großer Beliebtheit in Deutschland erfreuen sich auch andere Eingriffe wie beispielsweise Lidstraffungen und Fettabsaugungen. Und auch nicht alle Frauen wollen zwingend größere Brüste haben. In manchen Fällen gehen die Eingriffe mit einer entsprechenden Verkleinerung der Brust auch in die andere Richtung. Vor allem Mütter wollen mit einer Bruststraffung ihre Brüste nach einiger Zeit wieder in eine schöne Form bringen lassen.

Auf dem aufsteigenden Ast befinden sich darüber hinaus Hals-Stirn-Facelifts, Bauchdeckenstraffungen und bei Männern vor allem Haartransplantationen. Der kurzfristige Boom der Lippenkorrekturen geht hingegen langsam wieder zurück. Das könnte an den zahlreichen misslungenen Versuchen an Prominenten liegen, die von diesen in diversen Social Media-Channels sowie Magazinen und TV-Formaten oftmals zur Schau gestellt werden.

Corona sorgt für einen Boom an Schönheits-OPs

Die Corona-Pandemie hat für einen regen Zulauf zu den Schönheits-Chirurgen gesorgt. Andrea Fornoff, Leiterin der Klinik für Plastische Chirurgie in Degerloch, schätzt den Anstieg bundesweit auf etwa 10 bis 15 Prozent ein. Vor allem Eingriffe am Gesicht wie beispielsweise Straffungen oder das Anlegen der Ohren sei aktuell gerade sehr gefragt.

Bei einer Befragung der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) gab ein großer Teil der Ärzte an, dass zu Beginn der Pandemie fast die Hälfte der Schönheits-OPs abgesagt oder verschoben wurden. Nach dem Ende des ersten Lockdowns kam es aber zu einem regelrechten Boom an Faltenunterspritzungen, Botox-Behandlungen und Oberlidstraffungen.

Die Gründe liegen auf der Hand: Viele haben einfach die Chance gesehen, sich in Ruhe von dem Eingriff erholen und den neugierigen Blicken von Freunden, Verwandten und Kollegen aus dem Weg gehen zu können. Die Mund-Nasen-Masken waren in diesem Fall sogar dienlich dabei, blaue Flecken oder Schwellungen von Lippen- oder Faltenbehandlungen zu verbergen.

Interessante Beobachtung der Schönheits-Chirurgen: Vor allem Lehrerinnen und Lehrer haben die Zeit der Corona-Pandemie für einen Eingriff genutzt.

Auch Männer legen sich immer öfter unter das Messer

Vor allem in den letzten Jahren ist auch bei Männern eine zunehmende Akzeptanz bei Schönheits-OPs erkennbar. Auch den Herren in Deutschland wird ein attraktives und gepflegtes Erscheinungsbild immer wichtiger. Während bei den Frauen oftmals die Brustvergrößerungen im Mittelpunkt des Interesses stehen, konzentriert sich das Interesse der Männer vor allem auf die Augen und die Haare. Bei mehr als 20 Prozent der durchgeführten Eingriffe an Männern in Deutschland handelt es sich um eine Augenlidkorrektur.

Doch auch der Haarausfall bereitet den Männern scheinbar große Probleme. Deshalb versuchen sie, den kahlen Stellen an den Geheimratsecken oder den Ausdünnungen am Oberkopf entsprechend entgegenzuwirken. Reza P. Azar gilt als einer der Pioniere und anerkannten Experten zu diesem Thema. Er hat nicht nur tausende Eingriffe in seinem "Zentrum für moderne Haartransplantation" in Berlin durchgeführt, sondern darüber hinaus eigene Forschungen betrieben und Bücher zum Thema herausgebracht. Auf seiner Webseite informiert er umfangreich zu den Ursachen, dem Ablauf, Hintergründen, Kosten und vielen weiteren Aspekten der Haartransplantation:

Aus seiner Sicht können die Ursachen für Haarausfall vielfältig sein. Deshalb steht am Beginn der Behandlung zunächst eine ausführliche Untersuchung inklusive Anamnese, Blutbild und persönlicher Befragung, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Denn oftmals kann das Wachstum von Haarwurzeln reaktiviert werden und eine Haartransplantation ist nicht in allen Fällen eine sinnvolle und selten die erste Maßnahme. Sie wird oftmals aber begleitend zu anderen Möglichkeiten wie die Einnahme von entsprechenden Medikamenten, dem Einsatz bioregenerativer Methoden, einer Umstellung der Ernährung durchgeführt.

Für die Haartransplantation selbst stehen mittlerweile mehrere unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Eine davon ist beispielsweise die sogenannte FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation) bei der ein Hautstreifen samt Haaren entnommen wird. Reza P. Azar rät allerdings davon ab und führt diese Art von Haartransplantation auch nicht durch. Da es sich dabei um einen äußerst aggressiven Eingriff handelt, der Narben und Schmerzen zur Folge hat. Oft wird das Gewebe auch derart traumatisiert, dass umliegende Haare aus dem Spenderbereich ausfallen.

Er rät stattdessen zur Durchführung der von ihm entwickelten IFUE-Methode (Intermittend Follicular Unit Extraction). Sie ist eine Weiterentwicklung der FUE-Technik (Follicular Unit Extraction). Hierbei werden einzelne Haare, mitsamt ihrer Wurzel entnommen. Dieses Vorgehen erfordert zwar sehr viel Handarbeit, dafür sind jedoch auch keine Komplikationen zu erwarten und bereits nach zwei Wochen sind bereits wieder sportliche Aktivitäten möglich. In Summe ist der Eingriff auch deutlich schonender, minimalinvasiv und bringt bessere Ergebnisse: An den kahlen Stellen und vor allem auch im Entnahmebereich.

Wie gut und natürlich das Ergebnis am Ende ausfällt liegt allerdings auch an der Erfahrung und dem Geschick des Haarchirurgen.

  • Es beginnt bei der Entnahmetechnik, der Anzahl entnommener Haare und vor allem auch wie sie wieder eingesetzt werden.
  • Werden beim Einsetzen der Haarfollikel die Haarlinie, Wuchsrichtung nicht berücksichtigt, wird das Ergebnis nicht optimal ausfallen.
  • Weiterhin gilt es auch den künftigen Haarausfall zu stoppen oder aber mindestens einzukalkulieren. Denn sonst verbleiben nur die Transplantate und es entstehen unschöne Lücken.

Augen auf bei der Wahl des Schönheitschirurgen

"Beurteile niemals ein Buch nach seinem Cover!" lautet eine alte Weisheit. Das gilt auch für die Wahl des richtigen Schönheitschirurgen. Ein guter Marketing-Auftritt und eine prunkvolle Klinik wissen zwar zu beeindrucken, sagen aber so gut wie nichts über die Qualität aus.

Wer auf der Suche nach einem Schönheitschirurgen ist, sollte sich deshalb mit den folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Welche fachliche Qualifikation ist für den gewünschten Eingriff vorhanden? Nur ein Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie hat in Deutschland die entsprechende Ausbildung dazu.
  • Wie viel Erfahrung hat der Schönheitschirurg auf diesem Gebiet bereits? Erfahrene Ärzte haben in der Regel eine Kartei von Vorher-Nachher-Bildern ihrer durchgeführten Operationen.
  • Wie viel Gespür für Ästhetik hat der Chirurg? Nur weil die fachlichen Fähigkeiten vorhanden sind, heißt das noch lange nicht, dass die Operationen auch ästhetisch gut durchgeführt werden. Auch hier helfen die Vorher-Nachher-Bilder weiter.
  • Wie viel Einfühlungsvermögen bringt der Schönheitschirurg mit? Der Arzt muss nicht nur sein Handwerk verstehen, sondern auch die erforderliche Empathie für Patienten mitbringen, die sich zum Teil sehr entstellt fühlen.
  • Welche Materialien kommen beim Eingriff zum Einsatz? Die Sicherheit und die Gesundheit der Patienten müssen dabei im Mittelpunkt stehen. Deshalb sollten für die Eingriffe ausschließlich hochwertige und zertifizierte Materialien zum Einsatz kommen.

In den meisten Fällen vermittelt bereits das Erstberatungsgespräch einen guten Eindruck über den jeweiligen Schönheitschirurgen. Wer hier ein schlechtes Bauchgefühl hat, sollte unbedingt auf eine Beauftragung verzichten.

Wichtig ist aber auch, sich gezielt auf dieses Gespräch vorzubereiten. Themen, die für jemand von großer Bedeutung sind, sollten dabei unbedingt angesprochen werden. Wer nach dem Gespräch eine zweite Meinung hören möchte, kann auch gerne eine Vertrauensperson mitnehmen.

Im Rahmen des Erstgesprächs empfiehlt sich ein Rundumblick. Dabei sollten vor allem die hygienischen Standards und das Vorhandensein von Ruheräumen gecheckt werden, die dafür sorgen, dass eine Erholung nach dem Eingriff möglich ist.

Der praktische Nutzen: Schöne Menschen sind erfolgreicher

Warum sich Menschen unter das Messer legen, hat in vielen Fällen einen ganz praktischen Grund. Denn mehrere unterschiedliche Studien haben ergeben, dass schöne Menschen auch erfolgreicher sind. Auch wenn wir das ungerne zugeben, lassen wir uns von den äußerlichen Merkmalen eines Menschen stark beeindrucken und schließen dabei fälschlicherweise von den äußeren Attributen auch auf die inneren Persönlichkeitsmerkmale.

Laut dem Psychologen Martin Gründl von der Universität Regensburg gibt es einen allgemeinen Konsens darüber, was von der Gesellschaft als schön empfunden wird. Bei Frauen sind die wichtigsten Attraktivitätskriterien im Gesicht demnach volle Lippen, große Augen, eine zierliche Nase und eine hohe Stirnpartie.

Treffen wir auf eine Frau mit solchen äußerlichen Merkmalen, belegen wir sie automatisch mit positiven Vorurteilen. Schöne Menschen gelten allgemein unter anderem als sozial kompetenter, intelligenter, geselliger, fleißiger und zufriedener.

Laut der auf Attraktivitätsforschung spezialisierten US-amerikanischen Psychologin Rita Freedmann beginnt diese Entwicklung bereits sehr früh im Leben: Kinder im Kindergarten suchen sich zum Spielen lieber attraktive Freunde, weil sie diese für klüger und freundlicher halten.

In diesem Alter spielt das für die Karriere noch keine allzu große Rolle. Doch spätestens, wenn es darum geht, einen guten und vor allem hochdotierten Job zu finden. Amerikanische Forscher berichten im Journal of Applied Psychology darüber, dass das Aussehen darüber mitentscheidet, wie viel jemand im Job verdient.

Die Gründe dafür liegen laut Timothy Judge von der University of Florida auf der Hand: Durch die erhöhte Attraktivität steigt das Selbstwertgefühl einer Person. Das führt wiederum dazu, dass die Person im Job wesentlich selbstsicherer auftritt und in weiterer Folge die Karriereleiter aufsteigt und dementsprechend besser bezahlt wird.

Nur schön reicht auch nicht aus

Allerdings ist das Aussehen noch lange nicht das einzige Kriterium. Wer besonders schön ist, intelligenzmäßig aber in einer Liga mit dem Vollkorn-Toast vom Diskonter spielt, wird es auch nicht unbedingt leicht haben, beruflich voranzukommen.

Eines ist jedenfalls klar: Wer heutzutage der Meinung ist, dass er an sich gerne etwas verändern möchte, bekommt von der Gesellschaft einen Freifahrtschein dafür. Eine Schönheits-Operation gilt heutzutage als sinnvolle Maßnahme, um sein Gesamterscheinungsbild zu verbessern und damit zu mehr innerer Zufriedenheit zu gelangen und sein Selbstbewusstsein zu erhöhen.

Wichtig ist, dabei nicht süchtig nach den Eingriffen und der damit verbundenen Schönheit zu werden. Denn ein Overload hat noch selten jemandem gutgetan, wie die Fails bei manchen Stars und Sternchen von Michael Jackson bis zu Kris Jenner beweisen.

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