Die meisten Geschäfte gibt es an der Unterländer Straße. Dennoch ist die Einkaufsmeile nicht besonders attraktiv. Foto: Archiv Bernd Zeyer

Zusammen mit Studentinnen und Studenten der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung möchte die Fachgruppe „Zuffenhausen Zuhause“ zunächst eruieren, was die Zuffenhäuser vom Angebot im Stadtbezirk halten. Anschließend könnten dann Einzelprojekte starten, die die Attraktivität erhöhen.

Zuffenhausen - Es gab in der Vergangenheit bereits einige Anläufe, um Zuffenhausen attraktiver zu machen. Manche davon sind im Sande verlaufen, manche, wie beispielsweise das Konzept „Stadtteilzen­tren konkret“, laufen gerade an (wir berichteten). Parallel dazu gibt es nun auch eine Initiative der Geschäftsleute: Zusammen mit der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung (HfK+G) hat die Fachgruppe „Zuffenhausen Zuhause“(ZuZu) des Bundes der Selbstständigen ein Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, den Bürgern Angebote und positive Seiten des Bezirks näherzubringen. Als nächster Schritt könnten dann Einzelprojekte folgen, die konkret zur Attraktivitätssteigerung beitragen. Angedacht ist beispielsweise, dass Künstler ihre Werke in Läden ausstellen.

„Den Zuffenhäusern soll vor Augen geführt werden, was es hier alles Gutes gibt“, sagt ZuZu-Vorsitzende Andrea Finkel. Leider sei es üblich, dass im Bezirk vieles schlecht geredet werde. Genau das sei der falsche Ansatz: Nur wenn man positiv denke, zusammen an einem Strang zöge und sich gemeinsam einsetze, lasse sich wirklich etwas bewirken. Zunächst soll aber die aktuelle Situation abgefragt und analysiert werden. Im Sommer waren Studentinnen und Studenten der HfK+G unterwegs, um Passanten in Zuffenhausen zu befragen. „Was macht Zuffenhausen für Sie zu einem Zuhause“, lautete dabei die Kernfrage.

Internetauftritt und Facebook-Seite wurden überarbeitet

„Die Studenten waren begeistert von der Vielfalt“, sagt Finkel. Die große Zahl an Nationalitäten, der Generationenmix, aber auch die Tatsache, dass es verschiedene Läden, Ärzte und Dienstleister gibt, habe die jungen Leute beeindruckt. Auch in einem anderen Bereich sind die Studenten bereits aktiv geworden: Sowohl die Facebook-Seite als auch der offizielle Internetauftritt von „Zuffenhausen Zuhause“ sind von ihnen überarbeitet worden. Bald werden die Studenten auch direkten Kontakt zu den Betreibern von Läden und Gaststätten sowie zu deren Kunden aufnehmen. Im Januar sollen dann die Ergebnisse vorgestellt werden.

Die Verbindung zur Hochschule kam über den Verein „Aktive Stuttgarter“ zustande, den Dachverband der Handels- und Gewerbevereine. Als konkreter Stadtbezirk wurde Zuffenhausen ausgewählt, da es hier das meiste Interesse gab.

Auch „Zuffenhausen Zuhause“ selbst soll von dem Projekt profitieren. „Wir hoffen auf neue Mitglieder“, sagt Finkel. Lohnenswert wäre eine Mitgliedschaft beispielsweise für Betriebe, die keinen eigenen Internetauftritt haben. Deren wichtigste Infos und Kontakte könnten auf der ZuZu-Homepage geschaltet werden. Gesucht werden auch Sponsoren: Zwar müssen die Studenten nicht bezahlt werden – für Plakate, Broschüren oder anderes werden aber Materialkosten entstehen.

Auch möglichst viele Vereine sollen ins Boot geholt werden. Die könnten vom Projekt „Begegnungsraum“ profitieren: Ein leer stehendes Ladengeschäft in zentraler Lage soll angemietet werden, dort könnten beispielsweise Ausstellungen, Präsentationen oder andere Veranstaltungen stattfinden. Bereits am Montag wird es ein Treffen geben, zu dem Vereinsvertreter eingeladen worden sind. Noch, so betont Finkel, gebe es seitens des Engagements der Zuffenhäuser Vereine Luft nach oben.

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