Nicola Leibinger-Kammüller wird auch Arbeitsdirektorin bei Trumpf. Foto: factum/Weise

Der Werkzeugmaschinenhersteller verteilt die Aufgaben innerhalb der Geschäftsführung neu. Damit trägt das Entwicklung der technologischen Entwicklung Rechnung. Gleichzeitig steigt die Zahl der Geschäftsführung.

Stuttgart - Der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf erweitert zum 1. Juli seine Geschäftsführung und verteilt die Aufgaben neu. Künftig werden sechs Geschäftsführer die Geschicke des Familienunternehmens leiten, drei davon sind wie gehabt Familienmitglieder, steht in einer Mitteilung. Neu in das oberste Führungsgremium berufen wurden Heinz-Jürgen Prokop (58) und Christian Schmitz (57), beide sind seit vielen Jahren im Unternehmen tätig. Prokop übernimmt von Mathias Kammüller die Verantwortung für den größten Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen. Schmitz wird künftig für die Lasertechnik und Elektronik zuständig sein, die bisher von Peter Leibinger verantwortet wurde. Leibinger und Kammüller werden sich künftig verstärkt um Wachstumsthemen kümmern. So wird Leibinger die Erschließung neuer Technologien wie Additive Manufacturing (3-D-Druck) und EUV (Extreme ultraviolett Lithografie) vorantreiben. Kammüller, der auch dem Maschinenbauverband VDMA in Baden-Württemberg vorsteht, soll als Chief Digital Officer die Gestaltung der digitalen Geschäftsmodelle von Trumpf verantworten.

Für die nun angekündigten Veränderungen gab es Anfang des Jahres bereits Andeutungen. Damals wechselte der langjährige Arbeitsdirektor Gerhard Rübling altersbedingt in den Ruhestand. Oliver Maassen übernahm dessen Aufgaben, wurde allerdings nicht in den Rang des Geschäftsführers gehoben. Neue Arbeitsdirektorin wird nun – zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben – Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller.

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