Wegen der durch die Stadt Fellbach angeordneten Entfernung stark geschädigter Bäume bleibt der beliebte Spazier- und Radweg in Richtung Oeffinger Neckarufer weiter gesperrt.
Hier geht's nicht mehr weiter. Und damit sich auch ja keiner seitlich vorbeischmuggeln kann, haben die Mitarbeiter des Fellbacher Bauhofs den aufgestellten Bauzaun auch weit links und rechts des Feldwegs ins Gebüsch verlängert. Nur mit größeren Anstrengungen könnte man hier weiterkommen – sofern man die mit mehreren Ausrufezeichen garnierte klare Aufforderung auf dem aufgestellten Schild ignorieren würde: „Weg gesperrt! Baumschäden! Lebensgefahr!“
Als Folge aktueller Baumkontrollen im gesamten Stadtgebiet hatte die Fellbacher Verwaltung im Frühjahr mehrere Gefahrenstellen im Bereich nördlich des Stadtteils Oeffingen entdeckt. Vor allem der Baumbestand im Weidachtal befindet sich, so die Diagnose, in einem kritischen Zustand – Stichwort: Eschentriebsterben.
Sperrung erfolgte Mitte April
Der beliebte Fuß- und Radweg durch das Weidachtal wurde daraufhin Mitte April von der Stadt gesperrt. Und diese Sperrung hält noch ein paar Wochen an, wie die Fellbacher Rathaussprecherin Sabine Laartz auf Nachfrage mitteilt.
Die Eigentümer der Gartenflächen wurden demnach Ende April davon unterrichtet, dass auf ihren Grundstücken im Weidachtal Bäume stark geschädigt sind, „sodass eine öffentliche Gefahr von ihnen ausgeht“, erklärt Laartz. Parallel dazu wurde der Weg durch das Weidachtal gesperrt, um eine Gefährdung von Mensch und Tier zu vermeiden.
Wie die Leiterin des OB-Büros weiter mitteilt, sind grundsätzlich die Besitzer der Grundstücke verpflichtet, die Bäume selbst zu entnehmen oder zurückzuschneiden, damit die Verkehrssicherheit gewährt ist und bleibt. Die Fellbacher Stadtverwaltung hat die betroffenen Bäume genau kartiert, diese Daten in einer Anordnung den Eigentümern zur Kenntnis gegeben und ihnen eine Frist bis Ende Mai gesetzt, um die entsprechenden Maßnahmen selbst umzusetzen.
Laartz: „Ein Eingriff der Stadtverwaltung in das Eigentum erfolgt nur, wenn die Eigentümer diesen Pflichten nicht nachkommen.“ Alle Bäume, die bis zum 26. Mai nicht entfernt wurden, werden auf Kosten der Eigentümer ab dem 27. Mai im Auftrag der Stadtverwaltung gefällt. „Das Holz bleibt selbstverständlich auf den jeweiligen Grundstücken liegen.“
„Silent Disco“ am 3. Juli kann stattfinden
Ansonsten müssen sich die Spaziergänger und Radfahrer noch einige Zeit gedulden. Laartz: „Wir gehen davon aus, dass die Fällungen Ende Mai zügig erfolgen und der Weg Anfang Juni wieder freigegeben werden kann.“
Das wäre immerhin noch rechtzeitig genug, dass die für 3. Juli in dem aktuellen Sperrgebiet angesetzte „Silent Disco“ im Zuge des Europäischen Kultursommers in der ehemaligen Oeffinger Kläranlage auch tatsächlich stattfinden kann.