Lijana war eine von vier Finalistinnen beim „Germanys Next Topmodel“ Foto: dpa/Jens Kalaene

„Ich habe gelitten und war verzweifelt“, sagt GNTM-Finalistin Lijana. Hass und Anfeindungen seien ihr im Internet und im realen Leben entgegengeschlagen. Deshalb stieg die Kasselerin vorzeitig aus.

Berlin - Im Finale von Heidi Klums Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ hat eine der vier Kandidatinnen am Donnerstagabend freiwillig das Handtuch geworfen. Die wohl umstrittenste Teilnehmerin der Staffel, die Studentin Lijana aus Kassel, sagte nach rund einer Dreiviertelstunde, sie habe keine Lust mehr auf den Hass, der ihr entgegenschlage. „Ich habe gelitten und war verzweifelt.“ Im Internet und auch in der realen Welt sei sie angefeindet worden. Sie sprach von Mobbing und „Taten gegen mich, gegen meine Familie, sogar gegen meinen Hund“. Ihren Wert könne nur sie selbst bestimmen. „Deswegen verzichte ich auf das Finale.“

Zuvor hatte sie sich in einem schwarzen Umhang, der mit Schimpfworten wie „Bitch“ beschrieben war, auf dem Laufsteg gezeigt. „Du hast definitiv polarisiert diese Staffel, aber was dir passiert ist, geht auf jeden Fall zu weit“, sagte Klum, die das Finale wegen der Corona-Pandemie aus dem Homeoffice in Los Angeles moderierte. „Das war ein tapferer Auftritt.“ Der Applaus kam dann vom Band.

Wegen des Virus fand das Finale zum ersten Mal in der 15-jährigen Geschichte der ProSieben-Show ohne Publikum in einem Studio in Berlin statt.

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