In Haltern am See wurde die Gedenkstätte für die Absturzopfer des Germanwings-Fluges 4U9525 eingeweiht. Foto: dpa

Fünf Monate nach dem Absturz der Germanwings-Maschine 4U9525 wurde in Haltern am See eine Gedenkstätte zu Ehren der Opfer eingeweiht. An Bord des Fluges war eine Schulklasse aus Haltern.

Haltern am See - Die Stadt Haltern am See in Nordrhein-Westfalen hat am Freitag eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Germanwings-Absturzes vom vergangenen März eingeweiht. In einer Feierstunde auf dem städtischen Friedhof nahmen die Opferfamilien, mehrere Hundert Bürger und Ratsvertreter an der Feier teil. Die Mutter eines bei dem Unglück getöteten Mädchens sprach ein Gebet. Die Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden segneten die Fläche ein, die an ein Klassenzimmer erinnern soll. Bei dem Germanwings-Absturz im März starben insgesamt 150 Menschen, 16 Schüler und 2 Lehrerinnen kamen aus Halten.

Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel erinnerte bei der Feierstunde an einen Eintrag ins Kondolenzbuch der Stadt durch einen trauernden Bürger: „Denn erst wenn wir Ihre Kinder vergessen haben, sind sie wirklich tot.“ Klimpel versprach den Familien erneut, die Opfer in Erinnerung zu halten. „Wir werden sie nie vergessen. Dieser Ort soll dazu beitragen“, sagte Klimpel über den stillen und für jedermann begehbaren Rückzugsort.

Die Rasenfläche ist von Hecken umsäumt. 16 in Reihen gepflanzte Zierapfelbäume stellen den Klassenverband dar. Vorne stehen zwei Bäume - wie Lehrerinnen an der Tafel.

Am 24. März 2015 war Flug 4U9525 in den französischen Alpen zerschellt. Der Co-Pilot hatte die Maschine nach Ansicht der Ermittler absichtlich auf Crashkurs gesteuert. Zu den 150 Toten gehörte auch die Schüler und Lehrerinnen, die zu einem Austausch in Spanien waren.

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