Den Familien der Opfer von Germanwings-Flug 4U9525 soll schnell geholfen werden. Foto: dpa

Bereits mehr als die Hälfte der Hinterbliebenen der Opfer von Germanwings-Flug 4U9525 hat bereits eine Überweisung von der Lufthansa erhalten. 50.000 Euro sind pro Opfer vorgesehen.

Frankfurt/Main - Die Lufthansa hat damit begonnen, den Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer Soforthilfen auszuzahlen. Der Betrag von 50.000 Euro pro Opfer sei bis Montagabend in bereits 80 Fällen angewiesen worden, sagte ein Sprecher des Mutterkonzerns Lufthansa am Dienstag in Frankfurt. Bei einer Trauerfeier im Kölner Dom soll an diesem Freitag der Opfer gedacht werden.

Bei dem Absturz der Maschine aus Barcelona waren am 24. März in den französischen Alpen 150 Menschen ums Leben gekommen. Der Copilot soll die Maschine nach den bisherigen Erkenntnissen absichtlich zum Absturz gebracht haben.

Die Überbrückungshilfe werde umgehend gezahlt, sobald alle erforderlichen Daten und Dokumente vorlägen, erläuterte der Lufthansa-Sprecher. Über die endgültige Höhe der individuellen Entschädigung werde erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Das Versicherungskonsortium der Lufthansa hat 300 Millionen Dollar für die Kosten des Flugzeugabsturzes zurückgestellt.

Nationale Trauerfeier am Freitag

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wird am Freitag an der nationalen Trauerfeier für die Absturzopfer in Köln teilnehmen. Auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden erwartet. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) ordnete für Freitag Trauerbeflaggung an.

Der Trauergottesdienst und der anschließende staatliche Trauerakt werden vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) und anderen Sendern live im Fernsehen übertragen. Eine WDR-Sprecherin versicherte aber, dass es von den Angehörigen der Absturzopfer keine Nahaufnahmen geben werde.

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