Wie wird Dart gespielt?
Es gibt zwei Dart-Varianten: das E-Dart und das Steeldart. Bei Erstgenanntem spielen die Akteure mit Plastikspitzen an den Pfeilen auf eine elektronische Scheibe. Beim Steeldart zielen sie mit Metallspitzen auf Kork. Die Profis spielen Steeldart. Es gibt mehrere Weltverbände. Am bekanntesten ist die Professional Darts Corporation (PDC). Foto: PA

In Sindelfingen finden die German Darts Masters statt - wir erklären das Wichtigste zum Dart-Sport und zur Veranstaltung.

Sindelfingen - Die German Darts Masters 2012 finden vom 7. bis 9. September im Glaspalast Sindelfingen statt. Veranstalter ist die Professional Darts Corporation (PDC) Europe. Tickets können im Internet auf www.pdc-europe.net oder telefonisch unter 0 18 05 / 44 24 46 bestellt werden und kosten zwischen 9,90 Euro (Einzelticket für die Spiele am Freitagmittag) und 84,90 Euro (für alle drei Tage).

Modus: 64 Spieler (siehe Teilnehmer) treten im K.-o.-Modus gegeneinander an. Beide Spieler versuchen den Anfangspunktestand von 501 mit drei Pfeilen pro Runde und einem abschließenden Wurf auf ein Doppelfeld am Rand der Scheibe schnellstmöglich auf null zu bringen. Damit entscheidet der Akteur ein Leg (entspricht einem Satz im Volleyball) für sich. Der Spieler, der zuerst sechs Legs gewinnt, zieht in die nächste Runde ein. Der Turnier-Sieger erhält umgerechnet 18 000 Euro Preisgeld. In den vergangenen beiden Jahren hat die Nummer eins der Welt, Phil Taylor, 637 100 Pfund (763 223 Euro) Preisgeld eingespielt. Der beste Deutsche Jyhan Artut steht aktuell bei 17 000 Pfund (20 365 Euro), gefolgt von Michael Rosenauer mit 6500 Pfund (7786 Euro). Tomas Seyler und Bernd Roith ­verdienten je 1200 Pfund (1437 Euro).

Zeitplan: Die erste Runde wird auf einer Haupt- und einer Nebenbühne ausgetragen. Los geht es am Freitag um 13 Uhr mit je acht Partien auf beiden Podesten. Nach dem Ende der Afternoon Session um 17 Uhr gibt es eine zweistündige Pause. Danach beginnt die Night Session, die um 23 Uhr endet. Die zweite Runde wird am Samstag nach dem gleichen Zeitplan ausgetragen, allerdings nur auf der Hauptbühne. Am Sonntag findet die dritte Runde von 13 bis 17 Uhr statt. Ab 19 Uhr stehen die Viertelfinalbegegnungen auf dem Programm. Das Finale steigt um 23 Uhr.

Teilnehmer: Die besten 32 Spieler der ­Order of Merrit (nach Preisgeldern der vergangenen beiden Jahre geordnete Rangliste der PDC) treffen auf 32 Qualifikanten, die sich über verschiedene Turniere ihr Startrecht gesichert haben. Darunter sind auch die drei deutschen Teilnehmer Tomas Seyler (DC Vegesack Bremen), Kevin Münch (1. DSC Bochum 1982) und Andree Welge (DC Vegesack Bremen) sowie der für den Dart-Club Hameln 79 startende Österreicher Maik Langendorf. Alle vier bestreiten ihr Erstrundenspiel auf der Hauptbühne.

Vorschriften: Auf allen Veranstaltungen der PDC Europe gelten für die Spieler strenge Vorschriften. Auf der Bühne besteht striktes Alkoholverbot, es ist nur Mineralwasser erlaubt. Außerdem müssen die Akteure in schwarzen Stoffhosen und schwarzen Schuhen auflaufen. Als Oberbekleidung können Hemden oder Polo-Shirts mit Kragen getragen werden. Die PDC lässt keine Ausnahmen zu und streicht den Spieler bei Missachtung aus dem Turnier.

Zehn Dartvereine gibt es im Großraum Stuttgart. Der erfolgreichste ist der 1. DC Ochsenhof Allstars Lauffen, der in der Bundesliga Süd spielt. In der Landeshauptstadt gibt es drei Clubs: DC Holzspechte Stuttgart, DC Steki 2011 Stuttgart und Flights of Stuttgart. Darüber hinaus gibt es Vereine in Esslingen, Ditzingen, Böblingen, Urbach und Wolfsölden. Alle Vereine sind Teil der Dart Liga Schwaben. Auf deren Homepage (www.dls-dart.de) gibt es weitere Infos. (luk)