Nicola Leibinger-Kammüller spricht in Gerlingen. Foto: dpa

Nicola Leibinger-Kammüller hält am Reformationstag die Kanzelrede in der Gerlinger Matthäusgemeinde. Ihr Vater Berthold hatte die Reihe 1998 begründet.

Gerlingen - Ihr Vater Berthold Leibinger hat 1998 die Reihe begründet, Nicola Leibinger-Kammüller wird am 31. Oktober die 20. Ansprache zur Reformation in der Gerlinger Matthäuskirche halten. Die Predigt der Trumpf-Chefin wird dann ebenso nachzulesen sein wie die Ansprachen der Gastprediger zuvor. Die Matthäusgemeinde gibt ein Buch mit allen Reformationspredigten heraus.

Aus den Texten enstand ein Buch

Der ursprüngliche Gedanke der Gastpredigten oder sogenannten Kanzelreden zum Reformationstag sei es gewesen, „das Priestertum aller Gläubigen hervorzuheben“. Das sagt die heutige Pfarrerin der Matthäusgemeinde, Margit Schmid. Man habe immer Menschen eingeladen, die zur Kirche gehören, und die aufgrund ihres Erfahrungshorizontes aus Wirtschaft, Politik, Musik, Juristerei oder Militär etwas Besonderes zu sagen hätten. Zu den 19 bisherigen Rednern gehören unter anderem Rezzo Schlauch, Martin Heisenberg, Eberhard Gienger, Hans Peter von Kirchbach, Hans-Christoph Rademann oder Johannes Kärcher. Bei diesen Predigten sei die Kirche immer voll mit aufmerksamen Zuhörern gewesen. Sie habe beeindruckt, dass sich alle Eingeladenen darauf eingelassen hätten – und dass diese jetzt, zum Teil viele Jahre nach ihrer Predigt, deren Veröffentlichung zugestimmt hätten. „Das Buch war keine Planung von der ersten Predigt an“, sagt die Kirchengemeinderatsvorsitzende Angelika Schnell-Herb. Es sei der Beitrag der Matthäusgemeinde zum Reformationsjubiläum. Es wird im Anschluss an den Gottesdienst vorgestellt – und etliche der ehemaligen Prediger werden dabei sein.

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