Das Zentrum von Gerlingen wird durch mehrere Großprojekte zur Baustelle. Was auf Autofahrer zukommt und welche Umleitungen geplant sind.
Die Maßnahme im Herzen von Gerlingen besteht eigentlich aus drei unterschiedlichen Projekten: dem barrierefreien Umbau der Bushaltestelle „Gerlingen“, der Sanierung der maroden Schulstraße zwischen Kirch- und Querstraße sowie aus Wasserleitungserneuerungen und der Verlängerung des kommunalen Fernwärmenetzes bis zum Stadtmuseum. Letzteres ist auch der Grund, weshalb zeitweise auch ein Abschnitt der viel befahrenen Weilimdorfer Straße von den Bauarbeiten betroffen sein wird.
Genau dort soll, nach Informationen der Stadtverwaltung, die Baumaßnahme ab Mitte/Ende Mai auch beginnen. Für vier bis fünf Wochen wird dann die Weilimdorfer Straße zwischen Einmündung Schulstraße und dem Stadtmuseum voll gesperrt bleiben.
Erhebliche Verkehrsbehinderungen in Gerlingen
Sind hier die Arbeiten an der Verlängerung des kommunalen Fernwärmenetzes abgeschlossen, soll die Sperrung wieder aufgehoben werden. Anschließend wird die Schulstraße zwischen Kirch- und Querstraße für vier bis fünf Monate für den Verkehr nicht befahrbar sein. Alles zusammen führt in der Folge nicht nur zu monatelangen erheblichen Verkehrsbehinderungen für den Durchgangsverkehr, sondern auch für den innerörtlichen Verkehr in Gerlingen.
Wie die Stadt bei der Vorstellung der Gesamtmaßnahme vor dem Gemeinderat in der vergangenen Woche betont hat, soll die Umleitung „weiträumig“ über die Dieselstraße erfolgen. Entsprechende Ausschilderungen sollen bereits an der Feuerbacher und der Ditzinger Straße den Autofahrern den Weg weisen.
Gerlingen saniert seine Ortsmitte
Mit der Sanierung der Schulstraße in der Ortsmitte beseitigt die Stadt das letzte Stück Kopfsteinpflaster aus dem Straßenraum in Gerlingen. „Die Fahrbahn zeigt hier erhebliche Schäden“, erklärte Stephan Kimmerling, im Stadtbauamt zuständig für den Bereich Tiefbau. Der Kopfsteinbelag sei der hohen Belastung durch den Straßenverkehr an dieser Stelle nicht gewachsen.
Auch im betreffenden Abschnitt der Schulstraße sollen im Zuge der Sanierung an der Wasserleitung und am Fernwärmenetz gearbeitet werden. An der Einmündung Querstraße erfolgt der Anschluss an das bestehende kommunale Wärmenetz.
Das bisherige Buswartehäuschen an der Haltestelle „Gerlingen“, an der sich die Linien 635 und 638 treffen, soll abgebrochen und durch ein neues rund acht Meter langes Häuschen an veränderter Stelle ersetzt werden. Eine moderne Fahrgastinformationsanzeige soll künftig über die Abfahrten der Buslinien 635, 638, N3 sowie der Stadtbahnlinie U6 dynamisch informieren. Die neue Bushaltestelle soll barrierefreie zugänglich sein, ebenso der Einstieg in den Bus.
Bushaltestelle wird barrierefrei
Die Oberfläche der geschwungenen Busspur vor der Haltestelle wird wegen der hohen Belastung in Betonbauweise hergestellt. Auf dem Platz vor dem Gebäude der Volkshochschule (VHS) besteht heute die Oberfläche aus Granitkleinpflaster. Dieses wird im Zuge der Maßnahme ausgebaut und gesäubert und im Segmentbogenmuster wiederverlegt. Die Platzfläche soll in der Quer- und Längsneigung so hergestellt werden, dass zur VHS ein barrierefreier Zugang ohne Stufen hergestellt werden kann. Zwei Sitzstufen auf dem Platz ermöglichen bei schönem Wetter künftig auch den Aufenthalt außerhalb des Wartehäuschens.