Der am Mittwoch in Karlsruhe gefasste terrorverdächtige Deutsche ist über längere Zeit observiert worden. Foto: dpa

Der Mann, der einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Karlsruhe geplant haben soll, ist laut Polizei in Untersuchungshaft. Der 29-Jährige wird mit dem IS in Verbindung gebracht.

Karlsruhe - Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat den in Karlsruhe festgenommenen Terrorverdächtigen am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen. Der Mann soll einen Anschlag in Karlsruhe geplant und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt haben.

Spezialkräfte der Polizei hatten den 29-Jährigen am Mittwochnachmittag in Karlsruhe festgenommen. Er sei dringend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte der Generalbundesanwalt mit.

Wohnung durchsucht

Ermittler hatten am Mittwoch in der Wohnung des Terrorverdächtigen nach Hinweisen gesucht. Nach Angaben des Landeskriminalamts waren 70 Einsatzkräfte beteiligt. Zuvor war er bereits über einen längeren Zeitraum gezielt und umfangreich observiert worden.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler habe er erwogen, mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Ab Ende August 2017 habe er die Örtlichkeiten ausgekundschaftet. Seit September habe er sich vergeblich bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer beworben.

Zudem wird ihm vorgeworfen, IS-Propaganda-Videos erstellt zu haben und diese auf mehreren Internetplattformen verbreitet zu haben. In einer Chatgruppe hat er nach Angaben des Generalbundesanwalts andere „im Sinne der Ideologie der Terrororganisation“ motiviert. In den Jahren 2015 und 2016 soll der Mann in den Irak gereist sein. Dort habe er sich dem IS angeschlossen und sei an Schusswaffen ausgebildet worden. Er habe für die Miliz in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele ausgespäht.

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