Das Dreiecksplätzle soll nur der Anfang gewesen sein. Die Zukunftswerkstatt möchte, dass Kaltental schöner wird. Foto: Alexandra Kratz

Das nächste Treffen ist am Freitag, 10. Juni. Auf dem Anna-Scheufele-Fest soll es einen Infostand geben.

Kaltental - Die Botschaft ist beim Gemeinderat und der Stadtverwaltung angekommen. Davon ist zumindest Marion Eisele überzeugt. Die Tatsache, dass die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) die Sanierung der Stadtbahngleise entlang der Böblinger Straße verschoben haben, wertet die SPD-Bezirksbeirätin als positives Zeichen. Und zwar dafür, dass Kaltental bald ein Sanierungsgebiet wird. Dann könnte der Stadtteil mit Fördermitteln von Bund und Land aufgehübscht werden. Und in diesem Zusammenhang könnten vielleicht auch die Gleise nicht nur saniert, sondern in Richtung Straßenmitte verlegt werden. Das fordern die Bewohner der Polizeisiedlung schon seit Jahren. Doch wären die Gleise wie geplant in diesem Herbst saniert worden, wäre die ersehnte Gleisverlegung wohl endgültig vom Tisch gewesen.

Die zeit drängt

Endlos aufschieben lässt sich die Erneuerung der Schienen aber nicht mehr. Insofern drängt die Zeit. Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt Kaltental arbeiten eifrig daran, der Stadt ausreichend Gründe und mögliche Projekte zu nennen, um die vorbereitenden Untersuchungen für ein Sanierungsgebiet einzuleiten.

Das nächste Treffen ist am Freitag, 10. Juni. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gasthof Schwanen an der Feldbergstraße 38. Die Zukunftswerkstatt Kaltental formierte sich vor knapp zwei Jahren. Sie ist ausdrücklich überparteilich. Derzeit engagiert sich etwa ein Dutzend Mitglieder. Anfang April stellten Sabine Manthey, Alexander Haberer und Steffen Hornung die gemeinsam erarbeiteten Themen im Bezirksbeirat-Süd vor. Sie wollen unter anderem neuen Wohnraum an der Böblinger Straße, eine attraktive Ortsmitte, eine Verbindung der beiden Berge und eine barrierefreie Haltestelle Kaltental. Die Lokalpolitiker unterstützen die Ideen der Arbeitsgruppe.

Bürgerengagement ist wichtig

Nun will die Zukunftswerkstatt wieder alle ins Boot holen, sagt Eisele. „Jeder darf und soll kommen. Wir wollen von den Bürgern wissen, wo Not am Mann ist“, sagt sie. Außerdem wollen die Mitglieder am Freitag weitere Aktionen planen, um das Thema „am Köcheln zu halten“, wie es Eisele formuliert. Geplant ist auf jeden Fall schon mal ein Infostand auf dem Anna-Scheufele-Fest. Zu diesem lädt die Bürgerinitiative (BI) am letzten Wochenende im Juni ein. Eisele lobt die Zusammenarbeit von BI und Zukunftswerkstatt. Man ziehe an einem Strang. „Wir wollen der Stadt ein Signal senden, dass die Kaltentaler ein großes Interesse an dem Sanierungsgebiet haben“, sagt die Lokalpolitikerin. Das ist wichtig. Denn Bürgerengagement ist für die Verwaltung ein wichtiger Faktor, wenn es um die Frage geht, für welchen Stadtteil eine vorbereitende Untersuchung vorgeschlagen wird und für welchen nicht.

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