Tausende Motorradfahrer haben am Samstag in Baden-Württemberg und Bayern gegen das geplante Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen demonstriert. Foto: dpa/Matthias Balk

Am Bodensee haben sich mehrere Tausend Motorradfahrer versammelt, um gegen das geplante Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen zu protestieren. Die Teilnehmerzahl überstieg die Erwartungen der Veranstalter deutlich.

Friedrichshafen/Stuttgart - Deutlich mehr Teilnehmer als erwartet sind am Samstag zu einer Demonstration von Motorradfahrern gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen an den Bodensee gekommen. Die Veranstalter zählten nach eigenen Angaben schon vor dem Start der gemeinsamen Demo-Fahrt in Friedrichshafen rund 5000 Mitfahrer, erwartet hatten sie bis zu 1000. Die Biker wollten mit dem Korso gegen eine Initiative des Bundesrats zur Reduzierung von Motorradlärm Flagge zeigen.

Aufgrund ihrer hohen Zahl mussten die Biker auf Anweisung der Polizei auch von der geplanten Route abweichen: Eigentlich wollten sie am Bodensee entlang nach Engen (Kreis Konstanz) fahren, wo eine kurze Kundgebung geplant war. Ein Teil der Strecke sollte nun aber etwas abseits vom Bodensee über die Autobahn führen. Organisiert wurde die Aktion unter anderem von der Gruppe „Biker for Freedom“, die auch an zahlreichen weiteren Orten bundesweit zu Demonstrationen eingeladen hatte. In Stuttgart wollten ebenfalls zahlreiche Motorradfahrer zusammenkommen.

Hintergrund der Proteste ist ein langer Streit über Motorradlärm. Die Bundesländer hatten sich Mitte Mai dafür eingesetzt, dass die Fahrzeuge weniger Lärm verursachen. So sollen die zulässigen Geräusch-Emissionen auf einen Wert begrenzt werden, der in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw oder eines Rasenmähers entspricht. Der Bundesrat will zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen.

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