Zum Pesto aus Kräutergarten-Basilikum bietet Sergio Muto passende Beilagen. Foto: / Stoppel

Zum Auftakt der Reihe „Kernens Genussgärtle“ ging es an der Open-Air-Küchentheke im Bürgergarten um Pesto und Basilikum.

Kernen - Echte Kulinarikprominenz: Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Kernens Genussgärtle“ hat am Donnerstagabend kein Geringerer als Sergio Muto, Pesto-Weltmeister des Jahres 2012, dort beim Bürgerhaus in Rommelshausen im Bürgerareal mit Kräutergarten, Open-Air-Kochtheke und Genießer-Pergola gastiert. Und weil sich bei der Reihe natürlich alles um die Kräuter dreht, die dort – betreut von einer ganzen Reihe an ehrenamtlichen Gärtnern – wachsen, stand auch eines der Eigengewächse im Mittelpunkt: das Basilikum.

 

Zwei Helfer am Holzmörser

Dieses muss, so hat der Pesto-Weltmeister gleich zu Anfang erläutert, mit einem Holzmörser zermatscht werden. Bei anderen Materialien und vor allem auch bei Mixer und Pürierstab werden die Blätter nicht nur zerschnitten statt gequetscht, sondern auch noch erhitzt, was zu bitterem Geschmack führt. Wie kräftezehrend im Übrigen die ansonsten schlichte Prozedur des Zerquetschens aller sieben Zutaten ist, das durften gleich zwei Teilnehmer beim Live-Cooking am eigenen Arm erleben, die der Meister als Küchenhelfer an die Theke gebeten hatte. Zum Einarbeiten unter anderem von Pinienkernen, Meersalz oder Schafskäse. „Sieht gut aus, Mädle“, sprach der Meister aus Süditalien, wo das Pesto eigentlich gar nicht zu Hause sei, angesichts der Pestoansätze einer Helferin. Bei ihm in der Jugend, dort im Süden Italiens, da „ist alles rot gewesen“ – ohne Tomate sei da quasi nichts gegangen. Und noch eine Anmerkung zur eifrigen Pesto-Mitstreiterin im Bürgergarten: „Net so viel Salz, du bisch verliebt.“

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Immerhin 24 Karten habe man für die Auftaktveranstaltung am eigenen Kräutergärtle verkauft, sagte Daniela Callenius, Kernens Sachgebietsleiterin Bürgerhaus, Tourismus, Kultur. Womit bei der Premiere der Kräuterreihe trotz ungewisser Wetterperspektive die Hälfte der Plätze für Genießer besetzt war. Deren Genuss bereitete dann gegen sieben Uhr ein Gewitter ein etwas verfrühtes Ende des Miteinanders bei Pesto samt Beilagen und norditalienischem Weißwein der Rebsorte Pecorino. Ja, erläuterte dazu der Chefkoch an der Gärtlestheke, auch der habe einen Bezug zum Essen. Die Namensgleichheit der Rebsorte mit einem Schafskäse, die werde in Italien damit erklärt, dass Schafe mit Vorliebe an den Blättern eben jener Reben knabbern.

Jährlich drei bis vier Open-Air-Veranstaltungen

Für die Reihe „Kernens Genussgärtle“ sind am großen Kräuterhochbeet im Bürgergarten jährlich drei bis vier Open-Air-Veranstaltungen geplant. Bei allen, so Callenius, werde es sich um Genüsse mit Kräutern drehen. Die zweite Folge ist für den 12. August geplant. Die Lesung mit Melanie Eißele zum Thema „Kräuter in der Küche“ wird dann von den Landfrauen bewirtet.

Im September dieses Jahres gestalten die verschiedenen Partnerschaftsgesellschaften der Kommune einen Abend zum Thema „Kräuter in Europa“. Und im kommenden Jahr ist im Mai ein Kräutermarkt in Zusammenarbeit mit örtlichen Hofläden und Betrieben geplant.

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