Friedrich Dollt freut sich auf seine neuen Projekte Foto: Waltraud Daniela Engel

Friedrich Dollt hört nach 25 Jahren als Einrichtungsleiter des Generationenzentrums auf. Im Gespräch verrät er, was ihm an der Arbeit besonders gefallen hat und auf was sich nun freut.

Sonnenberg - Eigentlich ist es schon nicht mehr sein Büro. Am 1. März hat Friedrich Dollt nach 25 Jahren als Einrichtungsleiter des Generationenzentrums Sonnenberg seine Schlüssel an seinen Nachfolger, Sven Schumacher, übergeben. Aber damit die Leitung nahtlos ineinander übergehen kann, fängt Dollt seine neue Stelle in der Zentrale des städtischen Eigenbetriebs Leben und Wohnen in Vaihingen erst einen Tag später an. Dort, so Dollt, werde er künftig Baumaßnahmen und Sanierungen begleiten.

„Neben meiner Tätigkeit als Einrichtungsleiter in Sonnenberg habe ich auch einige Bauprojekte mit betreut“, sagt Dollt. Daher wage er sich nicht auf völlig fremdes Terrain, auch wenn es „etwas ganz anderes“ sein wird. Als Friedrich Dollt 1992 die Stelle antrat, war das Generationenzentrum noch ein reines Altenheim. Mittlerweile ist neben einem Pflegebereich, einem Bereich für betreutes Wohnen, der Kurzzeitpflege und seit 1995 auch noch der Kindergarten in das Gebäude an der Laustraße eingezogen. „Ich hatte das Glück, hier viel mitgestalten zu können“, sagt Dollt über die konzeptionellen Veränderungen. Dabei seien ihm vor allem die Begegnungen mit den Menschen in Erinnerung geblieben. Neben den vielen sympathischen Senioren, die im Laufe der Zeit im Generationenzentrum gelebt haben, seien auch die Mitarbeiter mit ihrer tatkräftigen Unterstützung Teil der besonderen Atmosphäre im Haus gewesen. „Dass man einander immer geholfen hat, freut mich“, sagt der 64-Jährige.

Eine Überraschungsfeier zum Abschied

Im Laufe der Zeit habe sich nicht nur die konzeptionelle Ausrichtung verändert, sondern auch die Bedürfnisse der Bewohner. Während zu Beginn von Dollts Tätigkeit die Senioren weitestgehend noch mobil und geistig rege waren, ziehen die Menschen inzwischen immer später ins Heim. Zum einen könne es daran liegen, dass ein Platz im Generationenzentrum nicht kostengünstig sei, zum anderen möchten wohl viele ältere Menschen gerne länger in den eigenen vier Wänden bleiben. Daher, so Dollt, habe sich die Pflegebedürftigkeit der Menschen, die ins Generationenzentrum einziehen, schon stark verändert.

Nicht zu übersehen sind hingegen die baulichen Maßnahmen, die während Dollts Amtszeit umgesetzt worden sind. Wo heute Büros und der Empfangsbereich sind, waren früher Parkplätze. Das Terrassenhaus wurde vor gut vier Jahren komplett generalsaniert. „Das Gesamtergebnis ist wirklich gut“, sagt Dollt. Zum Abschied haben die Mitarbeiter und Bewohner ein kleines Fest für den 64-Jährigen arrangiert: „Ich war total überrascht über die wirklich schöne Feier“, sagt Dollt. Dass er dann am Abend die Tür habe leichter schließen können, liegt sicher auch daran, dass bereits sein Nachfolger in den Startlöchern stand.

Wenn ihm auch einige Dinge fehlen werden – in erster Linie die Kontakte zu den Menschen – freut Friedrich Dollt sich nun neben seinen neuen Projekten auch darüber, dass Urlaub künftig wirklich Urlaub heißt: „Manchmal bin ich angerufen worden, auch wenn ich zum Beispiel gerade in Rom war“, sagt Dollt und lacht.

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