Blick von der Halbhöhe des Kappelbergs auf Fellbach, rechts im Hintergrund der 107 Meter hohe Schwabenlandtower. Foto: Dirk Herrmann

Die Freien Wähler/Freien Demokraten bleiben mit rund 32 Prozent stärkste Kraft, büßen aber einen Sitz ein. Die CDU liegt dahinter und kommt auf acht Mandate, die Grünen verlieren zwei Stadträte.

Bei der Gemeinderatswahl in Fellbach zeichneten sich bereits mit der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse am Montagnachmittag einige Überraschungen ab – in der Zusammensetzung des Lokalparlaments wie in personeller Hinsicht mit Neulingen und dem Aus für gestandene Lokalpolitiker.

Die Freien Wähler/Freien Demokraten bleiben mit ihren 31,9 Prozent und zehn Mandaten an der Spitze, können aber bei minus einem Sitz ihren Höhenflug von 2019 nicht ganz fortsetzen. Die CDU liegt bei 24,7 Prozent und hält stimmenmäßig wie auch in den Mandaten (erneut acht) ihr Ergebnis. Die Grünen sacken von 21 Prozent auf 15,6 Prozent ab und kommen auf fünf Sitze (minus zwei).

Ebenfalls fünf Sitze wie bei der Wahl vor fünf Jahren verzeichnet die SPD, trotz einer Reduzierung um 2,6 Punkte auf jetzt 14,2 Prozent. Die große Überraschung allerdings ist das aus dem Stand heraus starke Abschneiden der Gruppe Die Stadtmacher – ins Leben gerufen von den früheren Fraktionschefs der CDU, Simone Lebherz und Jörg Schiller: Die 12,4 Prozent bedeuten im neuen Gemeinderat ein Quartett. Nicht ins Lokalparlament schafft es WUFF – die Buchstaben stehen für „Wir – unabhängig für Fellbach“; das Trio um die ehemaligen Stadträte Christian Hinrichsen (Die Linke) und Michael Vonau (Grüne) erreicht 1,3 Prozent.

Personell von Belang ist als Ergebnis dieser Wahl vor allem, dass die bisherige Fraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen, Agata Ilmurzynska, es nicht wieder in den Gemeinderat geschafft hat. Neu für die Grünen dabei ist Sara Schmalzried, die Vorsitzende des Jugendgemeinderats. Am beliebtesten darf sich Landwirt Peter Treiber (FW/FD) aus Schmiden fühlen, mit rund 13 500 Voten ist er absoluter Stimmenkönig in Fellbach.

Sitzverteilung: Freie Wähler/Freie Demokraten 10 (11), CDU 8 (8), Grüne 5 (7), SPD (5), Die Stadtmacher 4. Nicht mehr dabei: Die Linke (1)