Gemeinderat Weinstadt Eine Masterplanung für die Friedhöfe

Von nie 

Der Gemeinderat hat die Zukunft der Friedhöfe diskutiert. Foto: Pascal Thiel
Der Gemeinderat hat die Zukunft der Friedhöfe diskutiert. Foto: Pascal Thiel

Der Gemeinderat diskutiert über einen Entwurf, mit dem das Rathaus auf die Nachfrage nach Urnenbestattungen reagiert.

Weinstadt - Wir müssen uns das alles gut überlegen“, mahnte der Weinstädter CDU-Stadtrat Hakan Olofsson. „Was wir jetzt entscheiden, hat Auswirkungen auf die nächsten Jahrzehnte.“ Mit einer „Masterplanung Friedhöfe Weinstadt“ hatte die Stadtverwaltung dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zunächst den gegenwärtigen Zustand aller Friedhöfe in der Stadt dargestellt, um dem Gremium hinterher die möglichen langfristigen Umgestaltungen der Ruhestätten nach einem Entwurf des Büros Gänßle, Hehr und Partner vorzustellen.

Gestiegene Nachfrage nach Urnenbestattungen

Unter anderem sieht der Plan vor, auf dem Friedhof im Teilort Schnait einige Bäume zu pflanzen, um den Besuchern dort mehr Schatten zu spenden. Der gestiegenen Nachfrage an Urnenbestattungen soll mit zusätzlichen Urnenmauern, Stehlen und Urnengräbern auf den verschiedenen Friedhöfen Rechnung getragen werden. Die Idee, den alten Endersbacher Friedhof langfristig zu einem sogenannten Friedpark umzuwandeln, greift einen alten Vorschlag der GOL-Fraktion auf und stieß dann natürlich auch umgehend auf deren Zustimmung.

Verständnis für den Vorschlag äußerte auch der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Ulrich Witzlinger, gab aber zu bedenken, dass zurückgelassene Blumensträuße, die unter den Bäumen zum Gedenken an die Verstorbenen abgelegt würden, bereits nach kurzer Zeit kein wirklich schönes Bild mehr abgäben. Außerdem seien die Sanierung und Umgestaltung der Aussegnungshalle in Beutelsbach eine dringende, kurzfristige Maßnahme, die längst überfällig wäre, so ergänzte das Ratsmitglied Bernhard Dippon.

Kenntnisnahme statt konkreter Abstimmung

Da in der Gemeinderatssitzung jedoch nur eine Kenntnisnahme und noch keine konkrete Abstimmung zu diesem Thema anstand, mussten die Weinstädter Bürgervertreter zunächst noch keine abschließende Entscheidung fällen.

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