Die Villa Berg soll mit einem Anbau zu einem Haus der Musik und Kultur werden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Können und sollen die alten SWR-Sendestudios anderweitig genutzt werden? Bei den Fraktionen gehen die Meinungen dazu auseinander.

Stuttgart - Der Stuttgarter Gemeinderat soll die Sanierung der Villa Berg samt einem dreistöckigen Erweiterungsbau am 23. Mai mit dem 4,4 Millionen Euro teuren Auftrag für Detailplanungen auf den Weg bringen. Insgesamt wird bisher mit 62,5 Millionen Euro für den Bau gerechnet, 23,2 Millionen fließen allein in die Sanierung der aus den 60er-Jahren stammenden Tiefgarage und der darüber liegenden Brunnenanlage. Der Technikausschuss des Rates hat sich am Dienstag aber nicht mit der Villa, sondern mit den Gebäuden des Südwestrundfunks im Park der Villa beschäftigt, in denen die Sendestudios untergebracht waren.

CDU, Freie Wähler, FDP und SÖS/Linke-Plus (allerdings nicht komplett) beharren darauf, dass der Umbau der Studios in ein Pflegeheim geprüft wird. Bereits bebaute Flächen sollten genutzt werden, so CDU-Fraktionschef Alexander Kotz. Baubürgermeister Peter Pätzold und OB Fritz Kuhn (beide Grüne) erläuterten, dass angesichts des für ein Pflegeheim unpassenden Raumzuschnitts und der durch Feuchtigkeit geschädigten Substanz nur ein Neubau in Frage komme. Grüne, SPD und Christoph Ozasek (Linke) wollen die in der Bürgerbeteiligung gegebene Rückbauzusage und Parkerweiterung halten. Kommende Woche soll sich der für die Heime zuständige Eigenbetrieb Leben und Wohnen äußern.

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