Für Josef Laupheimer ist der Stadtbezirk noch Neuland. Foto: kath. Stadtdekanat

Mitte September hat Josef Laupheimer seine neue Stelle als Pfarrer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost angetreten. Am Sonntag wird er feierlich in sein Amt eingeführt.

S-Ost - Josef Laupheimer blickt dem kommenden Sonntag mit Vorfreude entgegen. Denn an diesem Tag wird er bei einem Investitur-Gottesdienst offiziell in sein Amt als neuer Pfarrer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost eingesetzt. Laupheimer löst damit Hans Georg Schmolke ab, der in die Wallfahrtskirche Ave Maria in Deggingen im Kreis Göppingen gewechselt hat. „Das ist mein erster Investitur-Gottesdienst, daher ist das schon etwas Besonderes für mich“, sagt Laupheimer. „Es wird sehr feierlich werden und ich freue mich drauf.“

Bis vor Kurzem war Laupheimer Vikar in der Seelsorgeeinheit Federsee im Dekanat Biberach. Seine neue Stelle als Pfarrer im Stuttgarter Osten hat er Mitte September angetreten. Seither hatte er schon die eine oder andere Gelegenheit sich in seiner neuen Heimat umzuschauen. Zwar kennt er Stuttgart bereits von früher. Denn nach seinem Theologiestudium in Tübingen und an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt studierte er Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, die damals noch „Berufsakademie“ hieß. Dennoch, meint er, gebe es in der Landeshauptstadt für ihn noch viel zu entdecken.

Sehr freundlich aufgenommen worden

„Der Stuttgarter Osten ist noch Neuland für mich“, sagt er. „Das will ich jetzt erkunden.“ Was er bisher vom Bezirk gesehen hat, gefällt Laupheimer schon sehr gut. In den letzten Wochen, erzählt er, habe er sich bereits gut eingelebt. „Ich mag das Urbane. Außerdem gefällt mir, dass der Stuttgarter Osten viele grüne Ecken hat, wie zum Beispiel die Klingenbachanlage.“ Stadtteile wie Gablenberg oder Gaisburg hätten ihr ganz eigenes Gepräge, ihren eigenen Charme, findet der Pfarrer. Und auch die Menschen hätten ihn bisher sehr freundlich aufgenommen. „Ich erlebe hier viel Offenheit und Freude, die Leute sind neugierig, wer der neue Pfarrer ist“, so Laupheimer. „Das macht es mir leicht anzukommen.“

Als neuer Pfarrer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost ist der 57-Jährige nun für die Gemeinden Herz Jesu, Heilig Geist, Heiliger Bruder Klaus von Flüe und St. Nikolaus in Seelsorgeeinheit mit der Katholischen Ungarischen Gemeinde Szent Gellért zuständig und damit für rund 12 000 Stuttgarter Katholiken. In den nächsten Wochen will sich Laupheimer „erst mal alles anschauen“ und sich ein Bild des Stadtteils, der Menschen und Institutionen machen. „Der Katholizismus ist hier sehr bunt und mich interessiert, wer sich im Stadtteil wo engagiert“, erklärt er. „Ich möchte Menschen zusammenführen und sehen, was man miteinander auf den Weg bringen kann.“ Ganz wichtig, betont Laupheimer, seien ihm die Ökumene, die diakonische Arbeit und die Gemeinschaft. Außerdem habe er das Ziel, wieder mehr Menschen für den Gottesdienstbesuch zu gewinnen. Deshalb wolle er seinen Teil dazu beitragen, dass die Stuttgarter Positives mit der Kirche verbinden – sei es bei der Taufe eines Kindes, bei der Erstkommunion oder auch bei der Trauerfeier für einen geliebten Menschen. „Wir dürfen uns als Kirche nicht nur mit uns selber beschäftigen. Unsere Aufgabe ist es, für die Menschen da zu sein.“

Stehempfang mit Imbiss

Am Sonntag wird Josef Laupheimer bei einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche Herz Jesu an der Schurwaldstraße 3 offiziell in sein neues Amt eingeführt. Der Gottesdienst beginnt um 16 Uhr. Anschließend sind die Besucher zu einem Stehempfang mit Imbiss eingeladen.

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