Zunftmeister Moritz Paysan (rechts) zu den erschöpften und traurigen Faschingsfreunden: „Hätsch dei Maul mit Wasser griebe, wär dir´s Geld im Beutel bliebe.“ Foto: privat

Am Aschermittwoch hat die Narrenzunft ihre leeren Geldbeutel am Biberbrunnen gewaschen.

Feuerbach - Aus und vorbei. „Die Fastnacht ist zu Grabe getragen. Jetzt sind die Geldbeutel leer“, sagte der Zunftmeister der Feuerbacher Narrenzunft, Moritz Paysan. Am Aschermittwoch versammelten sich deshalb wieder einige Jecken am Biberbrunnen auf dem Wilhelm-Geiger-Platz, um die leergefegten Brieftaschen zu waschen. „Dies ist das Wasser aus dem Brunnen der Narrheit, herabgefallen aus den Wolken, eingefangen in den Tiefen des Bodensees, gepumpt durch 200 Kilometer Leitung, aufgestiegen und gezapft im Herzen Feuerbachs soll es uns füllen die närrischen Beutel“, sagte Paysan, nachdem sich die Trauergemeinde versammelt hatte, um von der viel zu früh dahingeschiedenen Fastnacht Abschied zu nehmen. „Sie hat uns zusammengebracht und uns viele Stunden der Freude geschenkt, in denen wir manche Pflichten des Alltags ablegen und uns dem närrischen Treiben widmen konnten. Lasst uns nun innehalten, um in Gedanken die schönsten Momente dieser Fastnacht Revue passieren zu lassen“, sagte Paysan.

Und von diesen Momenten gab es auch in diesem Jahr wieder einige: Häs abstauben, Umzüge, Kneipendapp, Narrenmesse, Rathaussturm oder Straßendapp. Die Feuerbacher Jecken waren während der diesjährigen fünften Jahreszeit sehr umtriebig. Auch die Premiere der Narrensause im Anschluss an den Straßendapp sei ein voller Erfolg gewesen, sagte Paysan. Die Feier im Bürgerhaus werde deshalb 2016 wieder stattfinden. Bis dahin sollte wohl auch das Feuerbacher Stadtkässle wieder prall gefüllt sein. Am Schmotzigen Donnerstag von der stellvertretenden Bezirksvorsteherin Susanne Ramp mit Schoko-Goldtalern übernommen, bekam die Dame die Kasse am Aschermittwoch dann zurück. Mehr als ein paar Mandarinen und Hustenbonbons kamen beim Öffnen allerdings nicht mehr zum Vorschein.

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