Bis zu 85 000 Euro aus Landesmitteln bekommt die Stadt Böblingen für Quartiersarbeit in der Unterstadt. Das Geld soll vor allem in Nachbarschaftsprojekte fließen.
Die Stadt Böblingen erhält aus dem Programm „Quartiersimpulse“ des Landes Baden-Württemberg eine Förderung von bis zu 85 000 Euro bis Ende September 2027. Das teilt die Stadtverwaltung mit.
Der kleine, aber sehr lebendige Stadtteil „Unterstadt“, im weitesten Sinn zwischen Bahnhof und Elbenplatz, steht im Fokus des Projekts: Hier leben rund 2000 Menschen auf engem Raum in einer hohen kulturellen Vielfalt miteinander. Gleichzeitig quert täglich eine große Zahl an Passanten das Gebiet auf ihrem Weg zur Arbeit, zu Behörden, Schulen und zum Einkauf. Gleichzeitig befindet sich der Stadtteil in einem Transformationsprozess. Viele Gebäude werden saniert oder neu gebaut. Die Themen „Nachbarschaft im Gespräch“, das Zusammenleben von Generationen und Kulturen sowie Rückzugsräume und Orte der Begegnung sollen angegangen werden.
Das Landesprogramm setzt auf breite Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner. Deshalb wird noch vor Jahresende, voraussichtlich am 21. und 25. November sowie 3. Dezember, eine aktivierende Befragung an drei Orten im Stadtteil stattfinden. Die Ergebnisse werden die Grundlage für eine große Veranstaltung im ersten Quartal 2026 bilden: zum „Nachbarschaftsforum“ sind alle Interessierten eingeladen.
In und rund um die beiden betreuten Seniorenwohnanlagen in der Karlstraße wird eine ähnlich aufgebaute Beteiligung am 1. Dezember stattfinden, um die Teilhabe der älteren Bewohner und Bewohnerinnen zu verbessern. Die direkte Nachbarschaft wird eingeladen, sich ebenfalls einzubringen. Ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle ist dort geplant, um den direkten Kontakt im Projekt zu erleichtern. Durch feste Kontaktzeiten entsteht die Möglichkeit, einfach mal vorbeizuschauen, einen Tee oder Kaffee zu trinken, ins Gespräch zu kommen und Informationen zu erhalten.
Das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ der Allianz für Beteiligung e.V. und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ Und wird finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.