Der Fuhrpark der SSB soll wachsen, um das Streckennetz ausweiten und neue Linien anbieten zu können. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart will den Nahverkehr verbessern und ausbauen. Dazu brauchen die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) neue Fahrzeuge.

Stuttgart - Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) schafft bis 2021 insgesamt 20 Züge und bis 2022 drei neue Zahnradbahnen an. Dafür wird das städtische Tochterunternehmen in den nächsten Jahren Zuschüsse von 72,5 Millionen Euro von der Landeshauptstadt erhalten. Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstag. Damit soll die Infrastruktur durch den Ausbau des Fahrzeugparks und einen neuen Stadtbahn-Betriebshof verbessert werden, was Streckenverlängerungen und neue Linien ermöglicht. Die SSB planen mit Investitionen in Höhe von 165 Millionen Euro.

Aufträge gehen an Stadler

Für 87,7 Millionen Euro wird der Betrieb 20 Stadtbahnen kaufen, so dass der Fuhrpark auf 224 Fahrzeuge wächst. Das Land fördert diese Anschaffung nicht, die Stadt gibt 40 Millionen. Von 2023 bis 2025 soll für den ausgeweiteten Fuhrpark ein etwa 60 Millionen Euro teurer Betriebshof gebaut werden. Der städtische Anteil liegt bei 25 Millionen, beim Land soll eine Förderung beantragt werden. Zusätzlich ist bis 2025 zu noch unbekannten Kosten die Verlängerung der Stadtbahn nach Hausen und Ditzingen geplant.

Drei neue Zahnradbahnfahrzeuge mit Fahrradwagen, die wie die Stadtbahnwagen das Schweizer Unternehmen Stadler liefern soll, kosten 17,7 Millionen Euro. Das Land schießt für die Zahnradbahn drei, die Stadt 7,5 Millionen Euro zu. Die hohen Zuschüsse der Stadt für den Ausbau des Nahverkehrs sind durch den Überschuss des Haushaltsjahres 2016 ermöglicht worden.

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