Boris Kerenski (links) und Stefan Renner, die die neue Katalogedition Kunstblicke des Geislinger Kunst- und Geschichtsvereins herausgeben, haben die Erstausgabe Ulrich Klieber gewidmet. Foto: privat

Wenn Ulrich Klieber in China, Vietnam und Japan unterwegs ist, bringt er häufig Porträts mit. Geislingen feiert die Arbeit des reiselustigen Göppinger Malers gleich doppelt.

Geislingen - Wenn er nicht gerade in Vietnam, China oder Japan umher reist, kann man dem Göppinger Maler Ulrich Klieber in seiner Heimatstadt begegnen, die er häufig schlendernd erkundet. Für eine Begegnung mit Kliebers Kunst bietet sich in Geislingen Gelegenheit bei einer Schau und beim Schmökern.

Porträts von Menschen aus aller Welt

In der städtischen Galerie im mächtigen Alten Bau in Geislingen begrüßen noch bis zum 8. Oktober viele fremde Gesichter die Besucher, denn Ulrich Klieber hat vor allem Porträts von seinen Reisen um die Welt mitgebracht. Menschen aus aller Welt heißt die Schau, mit der sich der Geislinger Kunst- und Geschichtsverein bei dem Maler für die 20-jährige Zusammenarbeit im Kunstbeirat bedankt.

Kliebers Rückzug sei ein Verlust, sagt Boris Kerenski vom Kunst- und Geschichtsverein, aber er setze auf den Bestand der freundschaftlichen Beziehungen zu Klieber, der für die städtische Galerie zahlreiche Ausstellungen anregte und kuratierte. Brücken baute Klieber nicht nur während seiner Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle: Er verhalf den jungen Talenten von dort genauso zu Ausstellungen in Geislingen wie manchen Freunden aus Fernost.

Klieber lotste seine chinesischen Freunde nach Geislingen

„Modes of the Chinese“ lautete beispielsweise 2016 der Titel einer viel beachteten Schau, zu der Klieber 40 zeitgenössische Arbeiten renommierter chinesischer Künstler und Professoren der Kunsthochschule Tianjin Academy of Fine Arts nach Geislingen holte.

In Anlehnung an die Seidenstraße, den historischen Handelsweg zwischen West und Ost schlechthin, haben die Herausgeber Boris Kerenski und Stefan Renner im Auftrag des Kunst- und Geschichtsvereins den ersten Band des neuen Periodikums Kunstblicke „Silk Road“ betitelt. Der türkisblaue Hardcoverband ist Klieber gewidmet und vereint Collagen, Fotos, Malerei und Texte aus dessen Skizzenbüchern aus Saigon, China und Vietnam sowie Gedichte von Armin Strohmeyr.

Eine hochwertige, neue Buchreihe

Mit dem hochwertig gestalteten Buchformat wollen die Akteure die Geislinger Kunstblätter ablösen und dafür sorgen, dass das künstlerische Leben über die Stadt hinaus bekannt wird.

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