Teilweise nur 1,20 Meter schmal sind die Gehwege in der Straße Im Grasgarten. Foto: Lederer

In der Straße Im Grasgarten stehen im kommenden Jahr Kanalbauarbeiten an. Ob dabei auch die schmalen Gehwege erneuert werden, ist offen. Die Stadtverwaltung will verschiedene Varianten vorstellen. Die Vorstellungen der Anwohner gehen auseinander.

Stammheim - Der Terminplan steht: Im kommenden Jahr rücken die Bauarbeiter in der Straße Im Grasgarten an, um dort den Mischwasserkanal zu erneuern. Die Rohre in der rund 340 Meter langen Straße am Ortseingang Stammheims sind alt und ihr Durchmesser genügt nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Weil im Zuge dieser Arbeiten ohnehin die Fahrbahndecke aufgerissen werden muss, denkt die Stadtverwaltung darüber nach, ob eine Umgestaltung des gesamten Straßenraumes sinnvoll ist.

Gehwege zum Teil nur 1,25 Meter breit

Ein Grund für die Überlegungen sind die relativ schmalen Gehwege in der nur rund 7,80 Meter breiten Straße. „Die Gehwege sind auf der nördlichen Seite rund 1,25 Meter breit, auf der südlichen Seite sind es zwischen 1,40 und 1,50 Meter“, teilt David Hueber, Sachgebietsleiter der Planungsabteilung des Tiefbauamtes mit. Zahlreiche Anwohner seien unzufrieden mit dieser Situation, auch Vertreter des Stammheimer Stadtseniorenrates hätten sich breitere Gehwege gewünscht. „Für eine Person sind die Gehwege ausreichend, aber im Begegnungsverkehr, wenn zum Beispiel jemand einen Rollator hat oder jemand mit einem Kinderwagen unterwegs ist, dann wird es zu eng.“ Eine Überlegung sei, die Gehwege auf einer Seite wegzulassen und den bestehenden Gehweg auf der anderen Seite entsprechend zu verbreitern. Dies habe den Nachteil, dass parkende Autos dann näher an den Wohnhäusern stünden.

Eine einzige Verkehrsfläche als Alternative?

Alternativ könne man in der relativ ruhigen Straße auch eine einzige Verkehrsfläche ganz ohne Gehwege einrichten. Dies könnte jedoch dazu führen, dass Autos schneller fahren, was wiederum zu Unmut bei den Anwohnern führen könne. Darum werde auch darüber nachgedacht, dann wechselseitiges Parken einzurichten.

„Wir sitzen mit unseren Ingenieuren zusammen und spielen das Für und Wider der verschiedenen Möglichkeiten durch“, sagt Hueber. Die Gestaltungsvarianten sollen in einer der nächsten Sitzungen des Stammheimer Bezirksbeirates vorgestellt werden, spätestens Anfang kommenden Jahres. Dabei werden auch die Kosten eine Rolle spielen, denn finanziert sind aktuell nur die Kanalarbeiten.

Dass sich auch die Anwohner nicht einig sind, welche Variante sie sich wünschen, zeigte sich bereits in der Oktober-Sitzung des Bezirksbeirates. Unter dem Tagesordnungspunkt „Fünf Minuten für die Bürger“ kam das Thema zur Sprache. Während sich die einen wünschten, dass die Gehwege so bleiben, wie sie sind, forderten andere eine Umgestaltung. Aus diesem Grund regte Bezirksvorsteherin Susanne Korge an, dass die verschiedenen Überlegungen des Tiefbauamtes detailliert vorgestellt und mit den Bezirksbeiräten diskutiert werden.

Arbeiten in der Parallelstraße haben bereits stattgefunden, hatten jedoch einen anderen Anlass: „In den Hochwiesen haben wir die Straße verbreitert, soweit es ging und den Bordstein neu gesetzt, weil unter anderem immer wieder Wasser und Dreck vom angrenzenden Acker auf die Straße gespült wurden“, erklärt Hueber.

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