Der Flug der französischen Transporthubschrauber wurde von Tiger-Kampfhelikoptern begleitet. Foto: Imago/Depositphotos

Eine große Formation französischer Helikopter stößt auf großes Interesse. Ein Bundeswehr-Sprecher verrät: Der Flug endete nicht in Deutschland.

Der Überflug einer großen Formation französischer Militärhubschrauber über die Region Stuttgart hat am Montagmorgen große Aufmerksamkeit erregt – und auch unser Bericht darüber ist bei unseren Lesern auf riesiges Interesse gestoßen. Kein Wunder: Seit dem Ende des Kalten Krieges sind größere Verbandsflüge von Militärflugzeugen und -hubschraubern in der Region zu einer Seltenheit geworden. Inzwischen liegt uns eine Stellungnahme der Bundeswehr vor, die einige Details zu dem Flug beinhaltet.

 

Demnach wurden die NH90-Transporthubschrauber von Kampfhubschraubern des Typs Tiger begleitet – insgesamt, so ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr, habe es sich um fünf Transporthelikopter und drei Tiger gehandelt. Ein weiterer Kampfhubschrauber sei gut drei Stunden nach dem aufsehenerregenden Formationsflug als „Nachzügler“ auf derselben Route geflogen.

Selten über der Region Stuttgart: Kampfhubschrauber Tiger

Drei „Tiger“ bei den Feierlichkeiten am französischen Nationalfeiertag Foto: Imago/NurPhoto

Beim Eurocopter Tiger handelt es sich um einen reinen Kampfhubschrauber. Die beiden Besatzungsmitglieder sitzen in der schwer gepanzerten Maschine hintereinander – das vordere übernimmt die Steuerung des Hubschraubers, das hintere bedient vor allem Sensoren und Waffen. Auch die deutsche Bundeswehr fliegt eine Variante des Tigers. Im Gegensatz zu dieser ist die französische Version allerdings mit einer beweglichen Maschinenkanone im Bug ausgestattet.

Ein weiteres bemerkenswertes Detail zu der lautstarken Flugbewegung: Der Flug der insgesamt acht Militärmaschinen führte zwar zunächst, wie von uns berichtet, nach Ingolstadt-Manching, wo sich eine Militärbasis befindet. Dort endete die Reise laut dem Sprecher jedoch nicht, sondern ging weiter nach Osteuropa: Das endgültige Ziel lautete Pápa im Nordwesten von Ungarn, Luftlinie knapp 800 Kilometer vom Abflugort Bourscheid bei Strasbourg im Elsass entfernt.

Der dortige Luftwaffenstützpunkt ist immer wieder der Schauplatz großer Nato-Übungen – derzeit laufen dort beispielsweise die Übung „Adaptive Hussars 2025“, an der sich bis Ende Oktober rund 22.000 Soldaten mehrerer Nato-Staaten beteiligen, sowie der „Helicopter Tactics Instructor Course“, der als das „Top Gun“ von Hubschraubercrews der Nato gilt. Möglicherweise steht der aufsehenerregende Flug quer über Süddeutschland mit diesen in Verbindung.