Auch für eine Kreisgesellschaft würden die Grundstücke nicht vom Himmel fallen. Auch sie stünde mit anderen Marktteilnehmern im Wettbewerb. Foto: dpa

Der Verein Haus und Grund lehnt die Idee einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft für den Kreis Ludwigsburg ab und stellt eine Alternative vor.

Ludwigsburg - Der Antrag von SPD und Grünen im Ludwigsburger Kreistag, wonach das Landratsamt eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gründen soll, stößt beim Verein Haus und Grund in der Region Ludwigsburg auf Ablehnung. Der Antrag sei „reiner Populismus“, teilt die Vorsitzende, Helga Schneller, mit. Auch für eine Kreisgesellschaft würden die Grundstücke „nicht vom Himmel fallen“, vielmehr stünde sie im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern.

Sozialer Wohnungsbau sei überholt

Generell sieht Schneller das Konzept des sozialen Wohnungsbaus als überholt an. Stattdessen führt sie eine Studie an, wonach das Geld aus dem sozialen Wohnungsbau dafür verwendet werden könnte, auch Menschen mit geringem Einkommen zu einer eigenen Wohnung zu verhelfen. „Die eigenen vier Wände sind die sozialste Wohnung“, meint Schneller.

Unlängst hatte ein Kreistags-Ausschuss über den Antrag von SPD und Grünen beraten, nach dem der Landkreis in den Bau von günstigen Wohnungen einsteigen soll. Der Landrat Rainer Haas wie auch die Mehrheit im Gremium sehen die Gründung einer Baugesellschaft des Landkreises aber skeptisch: Stattdessen plant das Landratsamt einen Infoabend zum Thema.

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