Dem ehemaligen Profi-Fußballer Hakim Al-Araibi drohen zehn Jahre Haft wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf ein Polizeirevier. Foto: AP

Ein thailändisches Gericht hat am Montag die Freilassung von Hakim Al-Araibi angeordnet. Der ehemalige Fußbalprofi soll nicht nach Bahrain abgeschoben werden, wo ihm zehn Jahre Haft drohen.

Bangkok - Ein ehemaliger Profi-Fußballer aus Bahrain kommt in Thailand auf freien Fuß und wird nicht in seine Heimat abgeschoben. Ein thailändisches Gericht ordnete am Montag die Freilassung von Hakim Al-Araibi an, nachdem die Staatsanwaltschaft entschieden hatte, von seiner Auslieferung nach Bahrain abzusehen. Dort drohen ihm zehn Jahre Haft wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf ein Polizeirevier. Al-Araibi hat die Anschuldigung als politisch motiviert bezeichnet.

Der Sportler lebt seit seiner Flucht aus Bahrain in Australien und spielt dort auch halbprofessionell Fußball. Bei einer Urlaubsreise nach Thailand wurde er im November festgesetzt, weil ihn Bahrain über Interpol zur Fahndung ausgeschrieben hatte. Thailands Außenministerium schickte den Staatsanwälten in dem Fall am Montagmorgen aber einen Brief mit dem Hinweis, dass Bahrain von seiner Anfrage nach einer Auslieferung al-Araibis abgerückt sei, wie der Direktor des internationalen Büros der Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Bahrain reagierte zunächst nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.

Bahrains staatliche Nachrichtenagentur BNA hatte am Sonntag gemeldet, Ministerpräsident Scheich Chalifa bin Salman Al Chalifa habe ein Telefonat mit Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-cha geführt. Zudem schrieb sie, Bahrains Kronprinz sei mit dem thailändischen Außenminister zusammengekommen. Über die Inhalte der Gespräche wurde nichts bekannt.

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