Die Polizei musste einen beschädigten Lastwagen aus dem Verkehr ziehen. Foto: Phillip Weingand / STZN

Dieser Lastwagen hätte nicht mehr bewegt werden dürfen: Nach einem Unfall an einem Stuttgarter Möbelhaus tat ein 59-jähriger Fahrer aber genau das. Auf der B27 wird er aus dem Verkehr gezogen.

Leinfelden-Echterdingen - Wegen eines nicht gerade alltäglichen Grunds musste ein Sattelzug am Donnerstagvormittag auf der B27 von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden. Der 59-jährige Fahrer ist nämlich trotz eines Unfalls mit seinem komplett beschädigten Lastwagen einfach weiter gefahren.

Wie die Polizei mitteilt, fiel einem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer der 40 Tonner kurz vor 11 Uhr auf der B27 bei Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) auf, da der komplette Aufbau des Aufliegers nach hinten verschoben war. Aber das war noch nicht alles: Teile des Aufbaus hingen nach hinten raus, Türen fehlten und die Ladung wurde ohne Sicherung transportiert.

Lastwagen blieb an Stuttgart Möbelhaus hängen

Noch während des Notrufs entdeckten Polizisten bei einem Einsatz das Fahrzeug auf der Bundesstraße und lotsten es in das Industriegebiet von Stetten. Beamte der Verkehrspolizei Esslingen inspizierten daraufhin den stark beschädigten Lastwagen. Ermittlungen ergaben, dass der 59-jährige Fahrer am Morgen auf dem Gelände eines Möbelhauses in Stuttgart mit seinem Sattelzug an einem Gebäude hängengeblieben war.

Obwohl sein Lkw daraufhin nicht mehr verkehrssicher war, fuhr er weiter. Ein Schaden an dem Möbelhaus war nicht entstanden. Neben den Unfallschäden stellten die Spezialisten dann noch Mängel an dem Sattelzug sowie mehrere Verstöße gegen die Sozialvorschriften fest.

Gegen den Fahrer und den Halter des polnischen Lkw wurden Sicherheitsleistungen in einer Gesamthöhe von 6000 Euro erhoben. Bis zur Reparatur der Unfallschäden wurde die Weiterfahrt untersagt.

  
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